Viel Licht auch an trüben Wintertagen Plus

Die Kühe von Klaas und Christian Geerdes aus Ostfriesland stehen in Deutschlands erstem Serrestall. top agrar nimmt das neue Konzept zusammen mit Architekt Friedhelm Börger von der Niedersächsischen Landgesellschaft unter die Lupe.

Das ist doch ein Gewächshaus“, dachte Klaas Geerdes, als er zum ersten Mal von dem Konzept „Serrestall“ mit dem typischen Foliendach des niederländischen Anbieters ID Agro hörte. Der Landwirt aus Bunde bei Leer (Ostfriesland) plante im Jahr 2014 einen neuen Stall. Bei der Suche nach einem Konzept stieß er mit seinem Sohn Christian auf den „Serrestall“. Serre ist französisch und bedeutet „Wintergarten“. ID Agro baut die Ställe seit 16 Jahren, in den Niederlanden gibt es bereits 250 davon. In Deutschland dagegen gab es das Konzept noch nicht. „Wir waren erst skeptisch. Aber als wir den ersten Stall besichtigt hatten, waren wir vor allem von der Helligkeit und der Luftqualität angetan. Darum entschieden wir uns dafür“, sagt Geerdes.

Bei dem Konzept liefert der Hersteller den Oberbau. Der Landwirt dagegen wählt Grundriss, Aufstallung und Melktechnik und lässt die Bodenplatte einschließlich Güllekeller erstellen. Geerdes Stall ist innen als Sechsreiher mit zwei außen liegenden Futtertischen konzipiert (siehe Grundriss auf S. R31). Unter den Laufgängen befindet sich der insgesamt 4000 m3 fassende Güllekeller.

Dachkonstruktion:

Das Besondere an dem Stall ist das sogenannte Tonnendach, das aus fünf Bögen besteht. Es ist bespannt mit einer dunklen Membran, die nur ca. 20% des anfallenden Sonnenlichts durchlässt. Der Hersteller verspricht...


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