Von der Jungviehaufzucht zur Hofmolkerei Plus

Familie Schulte Althoff aus Südkirchen ist von der Jungviehaufzucht in die Milchproduktion mit eigener Hofmolkerei umgestiegen.

Ich wollte schon immer meine eigenen Milchprodukte herstellen und irgendwann haben wir einfach den ersten Schritt gewagt“, sagt Julia Schulte Alt- hoff aus Südkirchen (Nordrhein-Westfalen). Sie verarbeitet einen Teil der Milch in der eigenen Molkerei. Zusammen mit ihrem Mann Martin vermarktet sie Milch, Joghurt und Quark über eine Hütte mit Selbstbedienungsautomaten und über andere Direktvermarkter in der Region. Dabei sind die beiden erst vor drei Jahren in die Milchproduktion eingestiegen. Einen Bezug zur Landwirtschaft hatte das Paar schon immer. Julia Schulte Althoff ist gelernte Landwirtin und kommt von einem Milchviehbetrieb aus Haltern. Ihr Mann war vor seiner landwirtschaftlichen Lehre im Maschinenbau tätig. Die heutige Betriebsstätte erbte das Paar von der Familie der Betriebsleiterin.

klein gestartet

Das Ehepaar schloss 2010 mit dem Bruder von Julia Schulte Althoff, der den elterlichen Betrieb weiterführt, eine GbR und zog dessen Nachzucht auf.Mit dem Ende der Milchquote wagten Schulte Althoffs 2016 einen Neustart mit 50 Jungkühen. Die beiden Landwirte bauten einen Doppel-Achter-Fischgrätenmelkstand ein. Mittlerweile melken sie 70 Kühe. Zusätzlich ziehen sie die Nachzucht ihres Bruders auf. Die Tiere stehen jetzt zur Miete auf dem Hof.

Mit einem Milchautomaten ausgestattet, startete die Familie sofort mit dem Ab-Hof-Verkauf ihrer Milch. Im Jahr darauf ging das Ehepaar einen Schritt weiter: Anfang 2017 begannen sie mit der Weiterverarbeitung ihrer Milch. Sie entschieden sich für eine schlüsselfertige, voll ausgestattete Container-Molkerei. „Wir haben uns gedacht, wenn der Plan nicht aufgeht, verkaufen wir die Molkerei wieder“, begründen die Betriebsleiter. Schon im Vorfeld musste feststehen, für welche Mengen und Produkte der Container ausgelegt sein soll. Ausrichtung und Kapazität der Molkerei planten Schulte Althoffs eigenständig. „Das vorherzusagen, war schwierig. Wir hatten noch keine Erfahrung und wussten auch noch nicht, wie die Produkte ankommen“, erinnert sich Martin Schulte Althoff. Sie entschieden sich für einen 27 m2 großen Container mit einem 15 m2 großen Produktionsraum. In einem 300 Liter-Kessel lassen sich Produkte der weißen Linie, wie Trinkmilch oder Joghurt, herstellen.

Während Martin Schulte Althoff überwiegend für Stallarbeiten und die Milchproduktion zuständig blieb, stieg seine Frau in die Milchverarbeitung ein. Sie startete mit der Herstellung von Joghurt und pasteurisierter Milch. Besonders der Joghurt ließ sich gut vermarkten und erhöhte den Absatz der Milchtankstelle. Die Familie erweiterte das Angebot schrittweise und bietet heute auch Schichtkäse, Frischkäse, Quark,...


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