Vorbeugen statt behandeln

Die Eutergesundheit ist in vielen Milchviehbetrieben ein wirtschaftliches Problem. Wo liegen die größten Risiken und wie lassen sich diese im eigenen Betrieb minimieren?

Eutererkrankungen verursachen Kosten durch Sperrmilch, reduzierte Leistungen und Behandlungen. Zudem führen sie zu einer erhöhten Arbeitsbelastung, zu vorzeitigen Abgängen der Tiere und zu einem vermehrten Einsatz von antibiotischen Präparaten. Um Eutererkrankungen vorzubeugen, ist es deshalb wichtig, die betriebsindividuellen Risikofaktoren zu analysieren und daraus zielgerichtet Maßnahmen abzuleiten.

Mit Kennzahlen zur Ursache

Ein wichtiges Hilfsmittel, um die Eutergesundheit überwachen und Problembereiche identifizieren zu können, sind die Eutergesundheitskennzahlen. Die sind seit ein paar Jahren fester Bestandteil im Bericht der Milchleistungsprüfung (MLP).

Mithilfe der Kennzahlen lässt sich im Blick behalten, wie hoch der Anteil eutergesunder Tiere in der Herde ist. Die Zahlen zeigen auch die Neuinfektionsrate in der Laktation, die Neuinfektions- und Heilungsrate in der Trockenstehzeit, die Erstlaktierendenmastitisrate sowie den Anteil der chronisch euterkranken Tiere mit schlechten Heilungsaussichten.

Wenn Probleme bei der Eutergesundheit auftreten, wie steigende somatische Zellzahlen oder vermehrt klinische Mastitiden, zeigen die Kennzahlen, wo die möglichen Ursachen liegen. So lassen sich Risikofaktoren suchen und gezielt minimieren.

Infizieren sich beispielsweise...