Was plant Lactalis im Süden? Premium

Die französische Privatmolkerei Lactalis will die Genossenschaft Omira in Ravensburg übernehmen. Bringt das bessere Preise?

Wenn mit Lactalis eine der weltgrößten Molkereien eine der größten deutschen Genossenschaftsmolkereien übernimmt, horcht die Branche auf. Was haben die Franzosen mit Omira (750 Mio. kg Milch, Standorte in Ravensburg und Neuburg a.d. Donau) in Oberschwaben vor? Welche Strategie verfolgen sie in Süddeutschland? Und welche Folgen hat das für die Molkereistruktur, für den Wettbewerb und für die Milcherzeuger?

Bisher äußert sich die Privatmolkerei aus dem westfranzösischen Laval recht sparsam zu ihren Plänen. „Die Strategie von Lactalis ist für uns nicht deutlich erkennbar“, sagt Ernst Herzog, der als Mitglied des Aufsichtsrats für den Notverkauf der Omira gestimmt hat.

Offiziell heißt es, man wolle einen besseren Zugang zum größten Markt Europas bekommen. Die eigenen Produkte könnten sich durch Synergien am deutschen Markt besser entwickeln. Außerdem wolle man den Trend zu regionalen Produkten bedienen und die Marke MinusL international aufstellen.

Lactalis betont, dass man langfristig eng mit den deutschen Landwirten zusammenarbeiten wolle und bietet ihnen Verträge mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Preisbindung an den AMI-Durchschnittspreis für Bayern plus Mengen- und...

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