Wer gewinnt das Futter-Rennen? Premium

Selbstfahrer oder gezogener Mischwagen: Welche Technik schneller und günstiger füttert, zeigt ein Praxisvergleich auf zwei Milchviehbetrieben. Und wovon hängt die Entscheidung außerdem ab?

Der erste Futtermischwagen hat nach 18 Jahren endgültig ausgedient. Etwas Neues muss her. Doch wer füttert schneller und günstiger, ein selbstfahrender oder ein gezogener Mischwagen? Unter Leitung von Jana Harms führte die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern (LFA MV) einen Verfahrensvergleich der Mischwagentypen in der Praxis durch.

Innerhalb des Verfahrensvergleichs erfolgten jeweils an einem Tag im Sommer und im Winter Arbeitszeitmessungen mit einer speziellen Software. Zurückgelegte Wege zeichnete sie mit einem Diagramm auf, um diese später auszumessen. Die Futtermenge wurde direkt über die Waage des Mischwagens registriert.

Die Rahmenbedingungen:

Der selbstfahrende Mischwagen verfügte über ein Fassungsvolumen von 16 m³, ein beidseitiges Austragband und war mit einem 175 PS starken Motor ausgerüstet. Der Fahrer dieses Mischwagens erledigte die Arbeitsschritte umsichtig und zügig.

Insgesamt versorgte er mit dem Futtermischwagen 542 Großvieheinheiten. Die Ration der Milchkühe bestand aus Gras- und Maissilage, Zuckerrübenpressschnitzel, Getreide, Mineralstoffen und einer Vormischung (Prämix) aus Stroh, Rapsextraktionsschrot sowie Kraftfutter.

Die Anfertigung des Prämix erfolgte vorrangig mit dem Selbstfahrer. Für Hilfsarbeiten nutzte der Fahrer zusätzlich einen Hoflader. Er fertigte das ​Prämix für mehrere Tage an, deshalb ging der Zeitaufwand anteilig in die Berechnungen ein. Im Mittel der Messungen lud und verteilte der Futtermischwagen rund 16 t Futter je Tag. Dabei legte er eine Strecke von rund 6 km im Sommer und 10 km im Winter zurück, bedingt durch die Lage der Silos.

Der gezogene Mischwagen hatte ein Fassungsvolumen von 22 m³. Der Fahrer arbeitete routiniert und führte die Abläufe präzise aus.

Er bediente sowohl den 110-PS-Schlepper vor dem Futtermischwagen als auch einen 130-PS-Radlader. Damit versorgte er auf dem Betrieb 499 Großvieheinheiten. Die Ration bestand aus Gras- und Maissilage, Soja-, Rapsschrot sowie Maisschrot. Die Kraftfutterkomponenten wurden aus Kraftfuttersilos direkt in den Futtermischwagen eingefüllt. Zuckerrübentrockenschnitzel und Mineralfutter füllte der Fahrer per Hand in die Schaufel des Radladers und schüttete sie in den...

Verpassen Sie nichts mehr!

Erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt ganz unverbindlich.

30 Tage kostenlos testen
Mehr erfahren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen