Wie geht’s weiter mit der fairen Milch? Premium

Über 2 Mio. € Schulden, unzufriedene Milchbauern und der Vorwurf der Verbrauchertäuschung: Welche Zukunft hat „Die faire Milch“ des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter?

Herr Mann, warum hat es „Die faire Milch“ so schwer?

Mann: Das sind im Wesentlichen drei Gründe: Zum einen sind wir bisher nur im hart umkämpften Trinkmilchmarkt unterwegs. Zum anderen ist unser Budget deutlich kleiner als bei anderen Unternehmen. Und drittens hängt uns die Vergangenheit noch nach.

In wiefern?

Mann: Zu Beginn der fairen Milch 2010 hat die Milchvermarktung Süddeutschland (MVS) die Milch der Lieferanten eingesammelt, die dann einen Milchpreiszuschlag erhielten. Die Höhe hing davon ab, wie viel Milch die MVS unter der Marke vermarkten konnte. Viele Milcherzeuger waren unzufrieden, weil sie nicht mitmachen konnten. Nach dem Aus mit der MVS haben wir 2013 mit der DFM Vermarktungs GmbH auf ein Mehrwertsystem mit Programmteilnehmern umgestellt. Nun können alle Milcherzeuger mitmachen. Der Mehrwert der fairen Milch fließt in einen Pool, aus dem die Teilnehmer wiederum eine Ausschüttung bekommen. Dieser Umbau hat gebremst.

Im Jahr 2017 hat der BDM 1,4 Mio. € in die DFM gesteckt. Warum?

Mann: Die DFM hatte Darlehen bei der Bank und musste dafür Zinsen zahlen. Der BDM hatte Rücklagen...

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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