5 % der Milcherzeuger gaben auf

Im Vergleich zu den Schweinen gab es beim deutschen Rinderbestand vergleichsweise wenig Bewegung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden am 3. November 2012 insgesamt 12,51 Millionen Rinder und Kälber gehalten; das waren 21 068 oder 0,2 % weniger als ein Jahr zuvor. Der Rinderbestand wird mit der HIT-Datenbank ermittelt.

Im Vergleich zu den Schweinen gab es beim deutschen Rinderbestand vergleichsweise wenig Bewegung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden am 3. November 2012 insgesamt 12,51 Millionen Rinder und Kälber gehalten; das waren 21 068  oder 0,2 % weniger als ein Jahr zuvor.

Der Rinderbestand wird mit der HIT-Datenbank ermittelt. Diese zeigt, dass der Umfang der Milchkuhherde mit 4,19 Millionen bis auf wenige Hundert Kühe genau dem Vorjahresergebnis entsprach. Lediglich der Bestand an Mutter- und Ammenkühen wurde von den Erzeugern weiter reduziert, und zwar um 1,7 % auf 672 266 Tiere.

Leicht ins Minus rutschte auch die Anzahl der männlichen Rinder im Alter von mehr als einem Jahr. Die in dieser Kategorie erfassten Ochsen und Bullen waren mit knapp 1,06 Millionen Tieren weniger zahlreich als im Vorjahr auf den Höfen der Rindermäster vertreten; ihr Bestand fiel um 12 500 Tiere oder 1,2 % kleiner aus. Dafür wurde von den Landwirten wieder etwas mehr Jungvieh gehalten. Die Zahl der Kälber und Jungrinder bis zu einem Alter von einem Jahr nahm leicht um 0,4 % auf 3,87 Millionen Stück zu.

Ein moderater Bestandsabbau erfolgte dagegen bei Färsen mit einem Lebensalter von mehr als einem Jahr. Deren Anzahl verringerte sich binnen eines Jahres um 14 655 Tiere oder 0,5 % auf knapp 2,72 Millionen Stück.

Spürbar stärker als die Zahl der Tiere hat laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Rinderhalter abgenommen. Im November des vergangenen Jahres hatten zum Erhebungsstichtag noch 161 453 Landwirte Rindvieh auf dem Hof; das waren 6 501 Betriebe oder 3,9 % weniger als zwölf Monate zuvor. Darunter waren 4 297 Erzeuger, die ihre Milchkuhhaltung aufgaben; das entsprach einem Minus von 4,9 % gegenüber November 2011.

Regional betrachtet erfolgte die stärkste Einschränkung der Rinderhaltung im Vergleich zur Vorjahreserhebung in Hessen mit einem Minus von 5,6 % auf nur noch 9 405 Betriebe. In Baden-Württemberg wurde auf 1 000 Höfen oder 5,0 % der ursprünglich vorhandenen 19 950 landwirtschaftlichen Unternehmungen das Vieh abgegeben; rund 600 Mal war die Milcherzeugung betroffen.

In Bayern entschieden sich mit 2 387 Höfen zahlenmäßig die meisten Betriebsstätten im Bundesgebiet zur Aufgabe der Rindviehhaltung; der relative Rückgang belief sich auf den 3. November 2011 bezogen auf 4,2 %. Gleichwohl konnte Bayern seinen Spitzenplatz in der deutschen Rinderhaltung verteidigen. Mit einem Gesamtbestand von 3,25 Millionen Tieren stand etwas mehr als jedes vierte Rind in Deutschland im Freistaat. Noch höher fiel der Anteil mit 29 % bei den Milchkühen aus. Allerdings wurde die Milchkuhherde von den bayerischen Bauern binnen Jahresfrist um 1,3 % abgestockt, während sie in Deutschland insgesamt stabil blieb.

Mit einem Zuwachs zwischen 0,4 % und 0,8 % wurde etwas mehr Milchvieh in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gehalten. Noch stärker expandierten die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, die ihre Herden um 1,2 % beziehungsweise 1,5 % vergrößerten. Der stärkste Anstieg des Milchkuhbestandes im Vergleich zur Vorjahreszählung war mit einem Plus von 2,4 % auf 388 300 Tiere in Schleswig-Holstein zu beobachten. (AgE)


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