Milchlieferbeziehung

Aeikens: Es geht nicht um eine Einheitslösung! Premium

Kommen staatliche Vorgaben zu den Milchlieferbeziehungen? top agrar hat bei Dr. Hermann Onko Aeikens nachgefragt.

Die Diskussionen über die Milchlieferbeziehungen laufen weiter. Über allem schwebt der Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung, mit dem staatliche Vorgaben möglich wären. top agrar hat bei Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL), nachgefragt.

Der Abschlussbericht des ife-Instituts zu den Milchlieferbeziehungen liegt vor. Welche Kernaussagen halten Sie daraus fest?

Aeikens: Ich ziehe aus dem Abschlussbericht ife-Instituts für Ernährungswirtschaft die Schlussfolgerung, dass es sich unbedingt lohnt, über die Gestaltung der Milchlieferbeziehungen intensiv nachzudenken. Denn schon aus betriebswirtschaftlicher Sicht muss jede Molkerei ein hohes Eigeninteresse an genauen Planungen und Steuerungen von Milchanlieferungsmengen haben. Angesichts der Erzeugerpräferenzen, der Erzeugerstrukturen und der Regionen bestehen allerdings – und auch dies zeigt die Studie auf – sehr unterschiedliche Vorstellungen der Milcherzeuger. Deshalb sind Molkereien gehalten, individuelle Lösungen im Hinblick auf Mengensteuerung und Mengenplanung zu finden. Ich sage es ganz deutlich: Es geht hier aus unserer Sicht nicht um eine Einheitslösung!

Welche Themen sollte die Milchbranche ...

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Martin Siekerkotte

Es ist zum Kotzen

Wir haben gegen die Lobbyisten von MIV DBV u den Genos keine Chance die letzte ist Artikel 148 umsetzen

von Willy Toft

Da wird nur ständig dran rum lamentiert, der Milcherzeuger fällt bei allen Ideen .....

hinten rüber! Jeder wird seine Positionen behaupten wollen, nur ein ordentlichen Milchpreis, für die Bauern, wird wieder einmal dabei auf der Strecke bleiben! Ob die Stellung der Milcherzeuger jemals gestärkt wird, wage ich bei der jetzigen dekadenten Lage in unserer Bilderbuchgesellschaft ernsthaft zu bezweifeln. Ich lasse mich gerne überraschen, nur den Willen der Politik, kann ich nicht erkennen!

von Hans Merk

Nicht schon wieder Onkel Onko!

der Gute hat uns die Scheiße mit der Düngeverordnung maßgeblich mit eingebrockt. Bitte jetzt nicht auch noch ne Molkereiquote. Niemand unter uns hier glaubt doch daß das hier was zu Vorteil der Bauern wird! Schickt den Mann in den vorzeitigen, unverdienten Ruhestand. Das haben wir schon mit besseren Leuten gemacht.

von Dieter Müller

Die Intelligenz dieser Volksvertreter kann man immer mehr in Zweifel ziehen.

Es ist zwar schon eine beachtliche Denkleistung, wenn die Politik erkannt hat, dass wir ein Mengenproblem haben. Jedoch hat Herr Onko Aeikens in seinem Interview nicht einmal das Wort Europa erwähnt. Auch beim lesen des Gutachtens des ife-Instituts wird unterstellt, dass wir in Deutschland ein europaweites Mengenproblem mit häufigen Milchkrisen lösen könnte. Nur ein europaweites Krisenmanagement kann uns vor erneuten unterirdischen Milchpreisen bewahren. Das der Artikel 148 der gemeinsamen europäischen Marktordnung anzupacken ist, dürfte unstrittig sein, um endlich den Landwirten ein Mitspracherecht bei der Mengenplanung einzuräumen. Eine Mengenplanung über die Milchverarbeiter, und dann noch nur in Deutschland, wird nie Milchkrisen verhindern können.

von Kirsten Wosnitza

Auf dem Weg zur Molkerei Quote

Wenn weder Allgemeinverbindlichkeit noch mengenwirksame Krisen Instrumente für den europäischen Milch Markt installiert werden.

von Gerd Schuette

Jahrelang durften wir hören, daß eine Mengensteuerung auf nationaler Ebene nicht funktionieren würde. Jetzt soll, wenn es nach Herrn Aikens geht, die Mengensteuerung auf Molkereiebene die Lösung sein?

von Gerd Schuette

Die Vorteile einer Mengenplanung aus Sicht der Molkereien hat Herr Aikens erkannt. Das Marktrisiko jedoch, sollen die Milcherzeuger seiner Meinung nach weiterhin weitestgehend alleine tragen. Lediglich Instrumente zur Glättung der Volatilität finden seine Zustimmung (Börsenabsicherung). So wird das nix, Herr Aikens. Es geht darum die Stellung der Landwirte in der Wertschöpfungskette zu verbessern. Diesbezüglich ist in seinen Worten nichts zu finden.

von Gerd Uken

Da hat aber der Redakteur wohl

Nicht nach Herrn Aikens Meinung gefragt wie die Milchmengensteuerung funktionieren könnte. Nur davon zu reden das sie sich des 148 annehmen wollen bringt u s nicht weiter. Eine Mengenplanung auf Basis einer Mindestmenge ohne Preisabsicherung ist das Papier nicht wert...... Am besten es bleibt alles so wie es ist bei fallenden Preisen wird noch mehr gemolken um liquide zu bleiben....... Überschwemmt weiterhin die Märkte und tut so bachvaussen gönn das man doch mehr Wertschöpfung anstrebt. Erzählt aber nicht das man Mengen braucht für die Auslastung. Ein schönes Beispiel ist gerade F/C , ihre eigenen Mengen zurückgefahren und bedienen sich jetzt an der günstigen Zukaufmilch. Das ist dann die Realität .

von Karl-Heinz Mohrmann

Bla bla bla. Frau Klöckner ist genauso so eine Ankündigungsminsterin wie Ihre CSU Vorgänger. Sie alle lassen die Milchbauernfamilien mit voller Absicht und völlig unnötig für immer sterben.

von Steffen Hinrichs

Frau Klöckner sollte den Druck erhöhen

Denn sonst wird der MIV und DRV sich nicht in Richt und gerechter Lieferbeziehungen bewegen ,denn sie haben kein Interesse daran, die Marktmacht von uns Milchbauern zu stärken !

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