Agrarministerkonferenz

Agrarminister erneuern Forderungen zu Tiertransporten

Die Agrarressorts der Länder haben ihre Forderungen an den Bund zum Thema Tiertransporte in Drittländer bekräftigt. So ging es bei der AMK unter anderem um den Ex- und Import von Schlachttieren.

Bei der Agrarministerkonferenz (AMK) in der vergangenen Woche haben die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agrarressorts der Länder den Bund gebeten, sich bei der Europäischen Union für eine zeitnahe Überarbeitung der Tierschutztransportverordnung einzusetzen. Die Verordnung (EG) Nr. 1/2005 regelt den Tierschutz beim Transport. So geht es aus dem vorläufigen Ergebnisprotokoll der AMK hervor.

Zudem bekräftigten die Agrarressorts der Länder ihren Beschluss, dass der Bund prüfen soll, wie sich Ex- und Importe von Schlachttieren aus der und in die EU zeitnah EU-weit verbieten lassen. Auch die Vermeidung von Missbräuchen bei Zuchttierexporten solle der Bund prüfen und darüber auf der Frühjahrs-AMK 2021 berichten.

Weiterhin sprachen sie sich dafür aus, Lebendtransporte von Nutztieren in Drittländer (außer Norwegen und Schweiz) nur dann zu genehmigen, wenn vom Abfertigungs- bis zum Bestimmungsort ein lückenloser und plausibler Nachweis eines tierschutzgerechten Transportes sichergestellt ist.

Die Agrarminister begrüßten, dass der Bund im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft das Thema internationale Tiertransporte aufgreift. Sie baten diesen, mit Nachdruck auf europäischer Ebene an einer Lösung zu arbeiten und insbesondere auf eine Zertifizierung von Versorgungsstationen in Drittstaaten durch EU-Institutionen zu drängen.


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Diskussionen zum Artikel

von Eckard Wendt

Endlich tut sich was!

Die Initiative der für Landwirtschaft und den Tierschutz zuständigen Landesminister ist sehr wichtig. Erst wenn die EU die Tiertransport-VO grundlegend im Sinne des Tierschutzes geändert hat, wird es für diejenigen Bundesländer, die noch immer Ferntransporte genehmigen, unmöglich ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Gleiches gilt dann auch für Schweine?

Oder wie ist das da geregelt die sitzen länger als 12 std in ihren Kisten nach China

von Gerd Uken

Aktuell viel Ahnung von der scheinen unsere Minister nicht zu gsben

Ich kann mich noch erinnern das ein Aukäufer hier auftauchte der suchte Rinder bis 15 Monate für ein noch nicht EU Land. Den Grund warum die so jung sein mussten kann man sich ja denken.... Mit den Transporten Allein ist es ja nicht getan wer will denn wissen was nachher passiert? ... mehr anzeigen

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