Corona

Amerikanische Farmer müssen Milch entsorgen

Die Coronakrise setzt amerikanischen Milcherzeugern zu. Einzelne Molkereien forderten dazu auf, die Milch wegzuschütten, da die Nachfrage nicht gegeben sei. Supermärkte begrenzen indes die Kaufmenge.

Für die amerikanischen Milcherzeuger kam die Nachricht der Molkereien überraschend. In einem Schreiben teilten einzelne Milchverarbeiter mit, dass die Milch in den kommenden Tagen nicht abgeholt werden könne. US-Medienberichten zufolge forderten sie ihre Lieferanten dazu auf, die Milch zu entsorgen.

Der Grund ist, dass aufgrund der Corona-Pandemie bedingten Restaurantschließungen weniger Nachfrage herrscht und die Molkereien die Milch nicht verwerten können. Zwar habe die Nachfrage in den Supermärkten zugenommen, allerdings würde diese die Rückgänge im Gastronomiebereich nicht ausgleichen, erklärt der Präsident der International Dairy Foods Association (IDFA).

Liquidität schaffen

Währenddessen verkaufen Supermärkte nur noch eine vorgegebene Menge pro Kunde. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage auch in den Lebensmittelgeschäften nachlässt. Denn in den vergangenen Tagen hätten sich viele Konsumenten ausreichend mit Milch eingedeckt.

Milcherzeuger fordern indes Hilfsprogramme, die kurzfristig Liquidität sichern. Laut Medienberichten sind Programme, die sich langfristig auf den Markt und dementsprechend auf den Milchpreis auswirken, nicht erwünscht.


Diskussionen zum Artikel

von Hermann Huhne

Milchpreis

Die Molkereien, gerade die genossenschaftlich orientierten Molkereien haben den wirtschaftlichen Auftrag kostendeckende Preise für ihre Landwirte zu realisieren !! Dazu gehört in Phasen von sclechten Preisen und hohen Milchmengen eine Anpassung der Milchmengen um kostendeckende Preise ... mehr anzeigen

von Kirsten Wosnitza

Von wem nicht erwünscht?

Programme die sich langfristig - Wohl möglicher positiv - auf den Milchpreis auswirken sind nicht erwünscht? Nun, von der verarbeitenden Seite mit Sicherheit nicht. Von Milcherzeugern schon https://www.dairytogether.com/.

von Renke Renken

Sofortiges Anpassen

der Milchmenge ist in meinen Augen alternativlos, nur wer soll es regeln? Die Bauern tun's nicht, die Molkereien auch nicht, die Politik sowieso nicht, also wer ???

von Gerd Uken

Wir haben alle 4 Jahre eine Krise

Und seit mind 2012 beobachtet das Milchboard den Markt und hat eine Road Map erarbeitet-aber unsere Politik ist auf dem Ohr anscheinend taub. Wer jahrelang nicht mal kostendeckende Preise an die Rohmilcherzeuger auszahlt wie soll da die nächste Krise überstanden werden. Das einzige ... mehr anzeigen

von Hans Nagl

Es gibt 2. Möglichkeiten.

Entweder die Milchmenge wird an den Verbrauch angepasst. Oder der Preis fällt ins Bodenlose bis irgendwo auf der Welt ein Bauer die Produktion einstellen muss .

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