KlimaBauer

Andechser Molkerei Scheitz erhält Deutschen Umweltmanagementpreis 2021

Im Andechser Klimapakt zwischen der Molkerei Scheitz und den für ausgewählten Bio-Milchbauern als „KlimaBauern“ wird das Ziel der CO2-Kompensation in der Wertschöpfungskette festgehalten.

Die Andechser Molkerei Scheitz hat am Dienstag von der geschäftsführenden Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Auszeichnung 'Beste Maßnahme Klimaschutz' im Rahmen des Deutschen Umweltmanagementpreises erhalten.

Die 'Beste Maßnahme Klimaschutz' umfasste als Kriterien "alle Maßnahmen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen zur Verbesserung der Klimabilanz von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen". Aus 78 Bewerbungen ergaben sich 13 Nominierungen - und die Aktivitäten der Andechser Molkerei Scheitz überzeugten die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Marianne Schönnenbeck.

Über die kontinuierlich erfolgten betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen hinaus führt die Andechser Molkerei Scheitz seit über vier Jahren Bodenschutz-Wissenschaftler und Bio-Milchbauern zum Thema 'Humusaufbau und CO2-Bindung im Boden' für ein gemeinsames Betriebsbewirtschaftungskonzept zusammen. Im Zeichen des Klimawandels sollen dabei die Widerstandskräfte der ökologischen Naturkreisläufe gestärkt, die regionale Biodiversität regeneriert sowie mit dem Humusaufbau der Böden auch Klimagase aus der Luft in den Boden zurückgebunden werden.

Mit der Initiative 'KlimaBauer' bei ihren Bio-Milchbauernhöfen hat die Andechser Molkerei Scheitz aktiv Vorsorge betrieben: zur Zukunftssicherung der Hofbetriebe einerseits, zur Sicherung der Bio-Milcherträge andererseits und somit, so Firmeninhaberin Barbara Scheitz, "tragen wir alle gemeinsam zum Klimaschutz bei".

Hinter dem Deutschen Umweltmanagementpreis stehen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), das Bundesumweltministerium (BMU), der Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. und der Umweltgutachterausschuss (UGA).

Initiative KlimaBauer

Familie

Die Initiative „KlimaBauer“ schließt einen Generationenvertrag: Sie wirkt heute und sichert den künftigen Generationen widerstandsfähige, fruchtbare und ertragreiche Böden. (Bildquelle: www.klimabauer.de)

Der 'KlimaBauer' ist ein Projekt der Andechser Molkerei Scheitz - mit inzwischen fast 80 teilnehmenden Bio-Milchbauernhöfen. Kurz- und mittelfristig sollen jetzt regional konkrete, dokumentierte Beiträge erzielt werden zur Vermeidung, beziehungsweise Verhinderung der Freisetzung von CO2. Zudem muss die Resilienz der heimischen Böden gestärkt werden.

Mit diesem neuen Klimaschutzmodell werden den Bio-Landwirtschaftsbetrieben für (dokumentiert) erreichte Umwelt-Verbesserungen finanzielle Vergütungen ausbezahlt. Im Rahmen eines Managementsystems, das alle beteiligten ANDECHSER NATUR Bio-Bauern als Pilot-Betriebe realisieren, werden definierte und beschriebene Umweltleistungen wie Zuwächse bei Humusaufbau, Biodiversität, Boden-, Grundwasser-, und Tierschutz sichtbar, dann geplant ausgebaut, gefördert und schließlich honoriert.

Maßnahmen zur Vermeidung der Freisetzung sowie zur Bindung von CO2 im Boden und Pflanzenaufwuchs werden in diesem Zusammenhang mit wissenschaftlicher Begleitung kontrolliert und optimiert. Sie werden so verständlich dokumentiert aufbereitet, dass sie von vielen weiteren Landwirten für ihren Bereich adaptiert werden können.

Zu den rund 30 festgelegten Verbesserungs-Maßnahmen gehören beispielsweise die Einhaltung bestimmter Fruchtfolgen für den Humusaufbau, Unter- und Zwischensaaten, eine längere Weidedauer der Kühe oder auch Biodiversitäts-Leistungen wie das Neuanpflanzen von Hecken. Die Andechser Molkerei Scheitz unterstützt die Arbeit der KlimaBauern durch die Übernahme notwendiger wissenschaftlicher Beratung durch Experten sowie die Zahlung von 10 € für jede Tonne CO2, die von den 'KlimaBauern' zusätzlich nachweislich gespeichert oder vermieden wurde.


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