Nach Preissteigerungen

Argentinien hebt Rindfleischexportverbot mit Bedingungen auf

Argentiniens Regierung erlaubt wieder den Export für Rindfleisch - aber nach neuen Spielregeln. Das Verbot war eine Strafmaßnahme gegen den Handel wegen dessen hohem Export, der zur Verknappung führte

Argentinien erlaubt wieder den Rindfleischexport, den es Mitte Mai für 30 Tage verboten hatte. Zuvor mussten allerdings noch die Details angepasst werden, um eine angemessene Versorgung der lokalen Verbraucher zu gewährleisten.

So bleibt die zulässige Exportmenge auf 50 % der durchschnittlichen Ausfuhr im vergangenen Jahr beschränkt, teilte der Minister für produktive Entwicklung, Matías Kulfas, mit. Die Quote gelte zunächst bis Ende August. Abhängig vom Ergebnis will er dann das weitere Vorgehen überlegen, heißt es in den Medien.

Auch der Export einiger in Argentinien besonders beliebter Fleischstücke bleibt laut Kulfas weiterhin untersagt. Mittelfristig soll die Rindfleischproduktion von derzeit 3,2 Mio. t auf 5 Mio. t pro Jahr erhöht werden.

Man wolle den Export ermöglichen und gleichzeitig „die argentinischen Tische gut versorgen“, hieß es.

Die Regierung hatte den Rindfleischexport verboten, weil es in diesem den Grund für den rapiden Anstieg der Inlandspreise für das in Argentinien sehr wichtige Lebensmittel sah. Der Preis für Rindfleisch war im Mai um mehr als 76 % im Jahresvergleich gestiegen. Auf den internationalen Märkten war der Preis pro Tonne im April auf 4.000 Dollar gestiegen. Die Unternehmen machten spekulative Geschäfte und nutzten illegale Geschäftspraktiken wie die Unterfakturierung, so der Vorwurf.

In der Branche schlug das Verbot hohe Wellen. Die Bauernverbände warnten vor finanziellen Schäden und einem Imageverlust auf dem globalen Markt. Die Fleischindustrie reagierte mit einem mehrtägigen Lieferstreik

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