Arla: Ende 2016 dreht der Markt nach oben

„Vor uns liegt erneut eine äußerst schwierige Aufgabe für das Jahr 2016. Das globale Milchangebot übersteigt noch immer die Nachfrage. Wir erwarten, dass der Weltmarkt gegen Ende des Jahres 2016 eine Wende zum Besseren vollzieht“, kündigt Peder Tuborgh, Vorstandsvorsitzender von Arla Foods, an.

„Vor uns liegt erneut eine äußerst schwierige Aufgabe für das Jahr 2016. Das globale Milchangebot übersteigt noch immer die Nachfrage. Wir erwarten, dass der Weltmarkt gegen Ende des Jahres 2016 eine Wende zum Besseren vollzieht. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns weiter auf unsere strategische Agenda“, kündigt Peder Tuborgh, Vorstandsvorsitzender von Arla Foods, an.

Die europäische Genossenschaftsmolkerei hat 2015 nach eigener Einschätzung unter schwierigen Bedingungen eine solide Leistung abgeliefert. Das steigende Milchangebot in Europa habe in Kombination mit der nachlassenden Nachfrage in China und dem russischen Handelsembargo die Preise auf dem Weltmarkt stark sinken lassen. Arla habe die weltweite Krise gemeistert, indem die Genossenschaft unter anderem mehr Milch zu Markenprodukten mit höherer Wertschöpfung verarbeitet habe, den Bereich Gastronomie/Foodservice ausgebaut und die Kosten weiter reduziert habe. Arlas Umsatz von 10,3 Mrd. € im Jahr 2015 ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % zurückgegangen, dennoch entspricht dieses Ergebnis absolut den Erwartungen des Unternehmens, schreibt Arla in einer Mitteilung.
 
Der Milchabnahmepreis lag im Jahr 2015 bei 33,7 Eurocent/kg bei einer Gesamtmenge an Milch der Genossenschaftsmitglieder von 12,5 Milliarden Kilogramm (gegenüber 41,7 Eurocent/kg und 11,7 Milliarden Kilogramm im Jahr 2014). „Uns war klar, dass 2015 ein hartes Jahr auf allen Märkten werden würde. Die Milchpreise standen weltweit unter Druck. Jeder Milchbauer hat die Konsequenzen zu spüren bekommen. Auch der Milchpreis, den Arla an seine Genossenschaftsmitglieder zahlt, und Arlas Umsatz waren im Jahr 2015 betroffen. Dennoch hat Arla in einem Jahr, in dem die gesamte Molkereiindustrie schwer zu kämpfen hatte, das erreicht, was wir erreichen wollten“, erklärt Tuborgh. „So haben wir intensiv daran gearbeitet, die Auswirkungen der negativen globalen Trends zu minimieren. Wir haben die Kosten reduziert und unsere Marktpositionen in Europa gehalten bzw. verbessert. Gleichzeitig haben wir außerhalb der EU neue Märkte für unsere Markenprodukte geschaffen“, so Tuborgh weiter.
 
Arlas Gesamtmilchmenge ist im Jahr 2015 um rund 622 Millionen Kilogramm auf 14,19 Milliarden Kilogramm gestiegen. In den meisten Märkten, in denen Arla tätig ist, mangelt es an allgemeinem Wachstum. Dennoch hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, seinen Umsatz in rentableren Bereichen wie Einzelhandel und Gastronomie zu steigern. Entsprechend der gestiegenen Milchmenge von etwa 500 Millionen Kilogramm zusätzlicher Milch. Dies wurde erfolgreich umgesetzt. Kürzlich hat Arla seine neue Strategie 2020 vorgestellt. Ziel ist es, als ein effektives und vereintes Unternehmen bis zum Jahr 2020 – in einem sich dramatisch verändernden globalen Markt für Molkereiprodukte – in acht globalen Molkereikategorien und sechs Marktregionen zu wachsen. „Wir sind davon überzeugt, dass Arla über die richtige Strategie verfügt, um das Unternehmen und seine Genossenschaftsmitglieder voranzubringen. Wir konzentrieren uns auf ein organisches Wachstum innerhalb unseres bereits bestehenden Markengeschäfts“, erklärt Tuborgh.
 
Außerhalb der EU kann Arla sein Markengeschäft weiter ausbauen. 2015 wurde der Umsatz von Verbraucherprodukten im Nahen Osten und Nordafrika um 20 Prozent, in China um 50 Prozent und in den USA um 14 Prozent gesteigert. „Arla war im hart umkämpften europäischen Markt im Rahmen der Erwartungen durchaus erfolgreich. In unseren priorisierten Märkten außerhalb der EU erreichten wir wie geplant ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich. Wir haben den Weg für weiteres internationales Wachstum geebnet, indem wir starke regionale Vertriebsteams aufgestellt haben, die nah an Kunden und Verbrauchern agieren. Zudem sind wir Partnerschaften mit starken lokalen Akteuren in Nigeria, im Senegal, in Ägypten und in Australien eingegangen“, erläutert Tuborgh.
 
Arlas Gewinn aus dem Jahr 2015 beläuft sich auf 295 Millionen Euro. Dies entspricht 2,8 Prozent des Umsatzes. „Normalerweise liegt unser Renditeziel bei drei Prozent unseres Umsatzes. Im August letzten Jahres hatte der Aufsichtsrat jedoch beschlossen, das Renditeziel von drei Prozent auf einen Bereich zwischen 2,7 und drei Prozent zu senken. Diese Senkung wurde zugunsten des vorab gezahlten Milchpreises durchgeführt, um unsere Genossenschaftsmitglieder in ihrer sehr schwierigen finanziellen Situation zu unterstützen. Der Grund für diese schwierige Situation ist der weltweit signifikante Rückgang der Milchpreise“, sagt Åke Hantoft, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Arla Foods.
 

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