Milchwirtschaft

Arla entwickelt Milchfraktionierungsverfahren

Arla hat eine Technologie entwickelt, die Milch in ihre Eiweißbestandteile zerlegen kann. Das ebnet den Weg für unzählige Innovationsmöglichkeiten, erklärt die Molkerei.

Arla Foods Ingredients (AFI), eine Tochtergesellschaft der europäischen Molkereigenossenschaft Arla, hat ein Verfahren namens „Milchfraktionierung“ entwickelt und patentieren lassen. Das gab der Milchverarbeiter in einer Pressemitteilung bekannt. Es soll Ernährungs- und Gesundheitsexperten ermöglichen, Milchprodukte mit speziellen Nährstoffen herzustellen. Das sei nun für das Auswählen bestimmter reiner Milcheiweiße möglich, wie Kasein und Serum-Molkenprotein, erklärt Arla.

Die Entwicklung spezieller nährstoffspezifischer Lebensmittel eröffnet neue Möglichkeiten zum Beispiel für Säuglingsnahrung und Sportprodukte. Auch andere schutzbedürftige Gruppen wie älteren Menschen und Menschen mit dem Bedürfnis nach medizinischer Ernährung, profitieren von dem neuen Verfahren, teilt die Molkerei mit.

Mehr Säuglingsnahrung

Für die Gewinnung von Molkenprotein war Arla bislang auf die Käseherstellung angewiesen. Mit der neuen Technologie zur Fraktionierung der Milch sei dieser Prozess nun nicht mehr notwendig. Das schaffe einen größeren Rohstoffpool und ermögliche effizientere Eiweißströme und eine schonendere Milchverarbeitung.

Das Milchfraktionierungsverfahren wendet AFI in der Molkerei im dänischen Videbæk an.

Das Unternehmen rechnet damit, im Jahr 2022 die ersten Eigenmarken für Bio-Säuglingsnahrung auf den Markt zu bringen, die auf dieser Technologie basieren.


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