Weidecharta

Arla ist jetzt bei Pro Weideland dabei

Die Molkereigenossenschaft Arla Foods ist dem Pro Weideland Programm beigetreten.

Arla Foods hat die Weidecharta des Pro Weideland Programms unterzeichnet. Die Molkereigenossenschaft tritt einem Bündnis aus fast 30 Institutionen bei. Gemeinsam wollen sie die Weidehaltung als naturnahe Haltungsform mit ihren positiven Einflüssen auf Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität stärken.

Die Teilnahme am Pro Weideland Programm sei für Arla ein konsequenter Schritt, um das Weidemilch Segment, das zuletzt leicht zurückgefahren wurde, zu stärken. Schließlich spiele Weidemilch im Produktportfolio eine wichtige Rolle: Bei der Arla Bio Weidemilch setze Arla auf die erfolgreiche Kombination des Weidekonzepts mit Milch in Bioqualität. Außerdem wird Weidemilch unter der Regionalmarke Hansano vermarktet, berichtet die Molkerei in einer Mitteilung.

Gleichzeitig schraubt die Genossenschaft mit dem Gütesiegel auch die Anforderungen an die Produktion noch einmal höher: Denn jeder Milchkuh müssen zukünftig 2000m² Futterfläche zur Verfügung stehen. Diese ist definiert als Dauergrünland, das sich positiv auf die Umwelt und die Artenvielfalt auswirkt, oder alternativ als Wechselgrünland, bei dem die Landwirte einen zusätzlichen Beitrag zur Biodiversität leisten, indem sie zum Beispiel Blühstreifen anlegen.

„Mit Einführung des Gütesiegels wollen wir die Anforderungen an unsere Weidemilch im Einklang mit unserer kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsstrategie noch einmal erhöhen. Denn Weidehaltung trägt zur biologischen Diversifizierung bei und Grünland bleibt als Kohlenstoffspeicher erhalten. Die Kriterien des Siegels sind ab sofort Teil unseres Arla Weidemilch Standards – sprich alle Arla Landwirte müssen ihre Weidemilch nach diesen Vorgaben produzieren. Das Gütesiegel werden Verbraucher ab Juni erst einmal auf unserer frischen Hansano Weidemilch finden. Besonders in diesem Bereich wollen wir den Absatz und die Vermarktung durch die Einführung des anerkannten Labels stärken“, erklärt Kasper Thormod Nielsen, Leiter Unternehmenskommunikation und Public Affairs bei Arla Foods in Deutschland.

Zur Unterzeichnung von Arla ergänzte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht: „Das Unterzeichnen der Weidecharta und die Einführung des Gütesiegels verpflichtet die Arla Milcherzeuger zur Einhaltung der hohen Standards einer nachhaltigen und tiergerechten Weidehaltung. Mit Arla gewinnt das Pro Weideland Programm einen weiteren großen Partner, was ich sehr begrüßenswert finde.“

In der nächsten top agrar-Ausgabe 4/2019, die diese Woche erscheint, lesen Sie eine ausführliche Analyse über den Markt für Weidemilch.


Diskussionen zum Artikel

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von Heiko Dierks

Mich als Vollweidemelker haben sie gekündigt nur weil ich im Winter die Kühe nicht alle 2 Tage für 1 Stunde rauslasse... Das zum Thema ...

von Steffen Hinrichs

Ursprünglich waren für den Erzeuger 5cent/kg Milch Aufschlag angedacht

Was springt nun für ein hochwertiges Label dabei raus ? Keinen zusätzlichen CENT für die zusätzlichen Kriterien, der Bauer bleibt der dumme .

von Marcus Rohwer

Fun-Fact am Rande

Anfang des Jahres noch hat Arla einseitig ca. 2/3 seiner Weidemilchverträge gekündigt, weil der Absatz fehlt...

von Willy Toft

Wie soll das Aufgehen, Verdoppelung der Fläche/Kuh und hohe Kosten ectr. ?

Der Verbraucher kennt nur eine Devise; Geiz ist Geil, wie soll da 10- 15 Cent nur für diese Extraleistungen herauskommen? Wir wollen es gerne Glauben, dass sich der Aufwand lohnt, wir sind leider stets, wieder eines Besseren belehrt worden! Solange das nicht vernünftig honoriert wird, kann kein Landwirt diese Auflagen erfüllen! Alle Bemühungen in der Richtung hatten nur Brause- Wirkung für den Einzelhandel, der damit Werbung betrieb! Nach 2 Jahren spätestens sitzt der Landwirt mit den Investitionskosten vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz! Nachhaltig kommt nur der Betrieb durch, der die Kosten im Griff hat, und sich selbst ausbeutet. Alles andere ist Schönfärberei...................

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