Molkereiwirtschaft

Arla schließt Milchwerk in Karstädt

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods verlagert zukünftig ihre gesamte Milchmenge von der kleinen Molkerei in Karstädt (Brandenburg) in das Milchwerk in Upahl (Mecklenburg-Vorpommern).

Die Molkereigenossenschaft Arla Foods stellt die Milchpulverproduktion am Standort Karstädt im Landkreis Prignitz zum Ende des Jahres ein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gründe für die Schließung seien zum einen die seit 2017 rückläufige Milchmenge in den östlichen und nördlichen Bundesländern. Zum anderen habe das Werk in Karstädt im internationalen Wettbewerbsvergleich zu geringe Kapazitäten, um Magermilchpulver zukünftig wirtschaftlich zu produzieren. Außerdem seien Investitionen notwendig, um den technischen Standard auf den neusten Stand zu bringen.

Für die Landwirte ändert sich nichts

Gleichzeitig verfüge das deutlich größere Arla Werk in Upahl (Mecklenburg-Vorpommern) über weitere Kapazitäten, um das Milchvolumen aus Karstädt von derzeit rund 95 Mio. kg pro Jahr zu verarbeiten. Laut Pressemitteilung seien dafür keine Zusatzinvestitionen notwendig.

Nach der Schließung des Werks in Karstädt, werde die Milch aus der Region in das Werk in Upahl gebracht. Für die Arla Landwirte rund um Karstädt würden sich daraus keine Änderungen ergeben.

Den 19 Mitarbeitern des Molkereistandorts hat Arla nach eigenen Angaben zu Ende März 2021 gekündigt.

Das Arla Werk in Karstädt im Überblick:

Verarbeitete Milchmenge: rund 95 Mio. kg/Jahr
Hergestellte Produkte: Magermilchpulver (Hauptprodukt), Magermilchkonzentrat und Rahm für internationale Kunden aus der Lebensmittelindustrie
Mitarbeiter: 19


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Der nächste Schritt vom Ausstieg -

Gründe seien die rückläufige Milchmenge... Aber nicht nur in Karstädt, sondern auch in Upahl. Ansonsten hätten sie keine freien Kapazitäten. Aber ob es Arla auf die Dauer wert ist mit der Milch eine Strecke von 110 km täglich zu fahren, frage ich mich schon. __ __ Außerdem ist es ... mehr anzeigen

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