Molkereigenossenschaft

Arla strebt nachhaltigere Milchproduktion an

Arla stellt neue Fünfjahresstrategie „Future26“ vor. Dafür erweitert die Molkereigenossenschaft die Gesamtinvestitionen auf gut 4 Mrd. €.

Bis 2026 will Arla in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, neue Produktionstechnologien und Produktentwicklung neue Strategien verfolgen, erklärt die europäische Molkereigenossenschaft in einer Pressemitteilung. Die vorherigen Strategien „Good Growth 2020“ sei mit der sogenannten Future26-Strategie abgelöst. Auf dem deutschen Markt sieht Arla besonders für Markenprodukte gute Wachstumsmöglichkeiten, heißt es.

Future26

Um den Markenwachstum von 3 bis 4 % pro Jahr zu schaffen, will Arla in neue Produktionstechnologien und -anlagen investieren. In den nächsten fünf Jahren ist der Milchverarbeiter bereit, die Gesamtinvestitionen um mehr als 40 % auf gut 4 Mrd. € zu erhöhen. Die Innovationsentwicklung soll vorrangig im bestehenden Arla Innovationszentrum in Aarhus und dem neueröffneten Innovationszentrum für Milch- und Molkezutaten im dänischen Westjütland stattfinden.

Ziel ist, in Exportländern wie China, Westafrika und Südostasien will Arla die eigene Präsenz in den Produktkategorien Butter und Käse, Bio-Produkte und Säuglingsnahrung verstärken und ausbauen.

Investitionen will der Milchverarbeiter auch in Richtung Convenience-Produkte und Innovationen für das Gastronomiegeschäft tätigen, wie etwa im Bereich Mozzarella-Käse.

Nachhaltige Milchwirtschaft

Arla möchte zusätzlich zur datengeschützten, nachhaltigen Produktion von Milchprodukten künftig das im Pariser Abkommen festgelegte 1,5-Grad-Ziel erreichen. Hierfür sollen die Genossenschaftsmitglieder ihre Treibhausgase bis 2030 weiter reduzieren. Auf Molkereiebene hat Arla sein Reduktionsziel erhöht: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen (CO2e) nun um 63 Prozent, statt bisher 30 Prozent, gesenkt werden. Dafür will die Genossenschaft die Umstellung auf Ökostrom beschleunigen und auf eine Logistikflotte ohne fossile Brennstoffe etablieren. Zudem sollen alle Verpackungen recycelbar sein und mehr faserbasierte Verpackungslösungen Kunststoffe ersetzen.

Mehr Arla in deutschen Haushalten

In den kommenden fünf Jahren sollen die in Deutschland vertriebenen Produkte von Arla besonders auf die Trends gesundheitsbewusste Ernährung, Nachhaltigkeit und das Kochen zu Hause setzen. Ziel ist, mehr Arla-Produkte in deutschen Haushalten zu platzieren.

Zudem möchte die Molkerei in Deutschland durch Partnerschaften mit dem Handel das Wachstum einzelner Milchprodukte-Kategorien vorantreiben. Dafür setzt das Unternehmen nicht nur auf Markenprodukte, sondern auch auf wertschöpfende Private-Label-Konzepte. Das Arla-Werk in Pronsfeld, das für rund 70 Länder weltweit herstellt, soll künftig an Bedeutung gewinnen.

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