Maisernte

ASP betrifft auch brandenburgische Rinderhalter

Mit dem Nachweis des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg ist vorläufig auch die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen in der betroffenen Restriktionszone verboten.

Soweit es zur Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist, kann die zuständige Behörde nach der Schweinepest-Verordnung von 2018 für das gefährdete Gebiet die Nutzung landwirtschaftlicher oder forstwirtschaftlicher Flächen für längstens sechs Monate beschränken oder verbieten, um Wildschweine nicht aus dem Gebiet zu vertreiben. Davon haben auch die zuständigen Amtstierärzte der drei in Deutschland von der ASP betroffenen Kreise Gebrauch gemacht: In den gefährdeten Gebieten der Landkreise Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oder-Spree ist die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen bis auf weiteres ausdrücklich untersagt. Das heißt die ansässigen Landwirte dürfen nach aktuellem Stand auch Maisflächen nicht ernten.

Die wirtschaftlichen Folgen des Seuchenausbruchs betreffen damit nicht nur die schweinehaltenden Betriebe. Die Ernteverbote bringen auch die Futterversorgung der Rinder in Gefahr, so die Einschätzung des Landesbauernverbandes Brandenburg. Fatal wäre nach Aussage des Landesbauernverbandes, wenn die Afrikanische Schweinepest die wenigen verbliebenen Tierhalter in der Region zum Aufgeben zwingt.


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Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Wenn

Kühe keine Überträger sind kann der Mais doch geerntet werden. Es können ja Teilflächen stehen bleiben, die mit Jägern dauerbesetzt sein müssen und mit Wärmebilddrohnen sollten die Wildschweine wohl zu finden sein.

von H Bogen

@Redaktion - Was bedeutet nicht nutzen?

Wenn der Mais nicht geerntet wird und das ein halbes Jahr lang, kann ich dort auch nichts anbauen, oder? Wie sieht das generell mit Herbstaussaat aus? Was ist in solchen Gebieten mit Weidehaltung? Aber bestimmt darf jeder das Gebiet noch zum Pilze sammeln betreten und um seinen Hund Gassi ... mehr anzeigen

von Frank Sieweke

Nutzungsverbot heisst auch:

kein Pilze sammeln, kein Hunde-Gassi außerhalb von Ortschaften, etc.... Dem widerspricht aber auch die "Fundprämie für Falltiere" von bis zu 150€.... Da rennen dann Hinz und Kunz in den Wald zum Wildschweinsuchen...

von Frank Sieweke

fehlender Sachverstand bei der Seuchenbekämpfung!

Dass ein Beunruhigungsverbot in den Restriktionszonen erlassen wird ist richtig und auch nachvollziehbar! Dann muss aber seitens der Behörden schnellstens gehandelt werden und entsprechende (potenentielle und tatsächliche) Virusträger, sprich Wildschweine, aufgespürt und erlegt ... mehr anzeigen

von Georg Nordendorf

Keine Lösung

Was soll dieser Blödsinn eigentlich? Wie stellen sich die Veterinärämter eigentlich die Versorgung der Rinder dann vor? Oder regnets neuerdings für den Fall Futter vom Himmel? Die Veterinärämter zwingen entweder den Rinderhalter zu einem Tierschutzverstoß, weil er die Versorgung ... mehr anzeigen

von Hermann Kamm

Super Beitrag!

Den Nagel am voll am Kopf getroffen. :-) Mal gucken wie lange der Krug zum Brunnen geht bis er zerbricht.

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