Tierschutzpreis 2021

Baden-Württemberg: Landwirte erhalten Tierschutzpreis

Mit dem Tierschutzpreis stellt das Land Baden-Württemberg besonderes Engagement im Umgang mit Tieren der breiten Öffentlichkeit vor.

Mit dem Tierschutzpreis würdigt das Land Baden-Württemberg Tierhalter und Einzelpersonen, die sich für eine besonders tiergerechte Haltung einsetzen oder eine herausragende ehrenamtliche Tätigkeit rund um den Tierschutz leisten.

„Die Leistungen der Preisträger sind besondere Beispiele und Vorbilder für alle Bürgerinnen und Bürger. Der Preis soll daher auch dazu motivieren und Anregung sein, sich ebenfalls für den Tierschutz einzusetzen“, betonte Landwirtschaftsminister Peter Hauk anlässlich der Verleihung des Tierschutzpreises Baden-Württemberg 2021.

Der Tierschutzpreis Baden-Württemberg ist mit 7.500 € dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. In diesem Jahr wurde er an sechs Preisträger vergeben, darunter an drei landwirtschaftliche Betriebe:

Sauenhaltung, Ferkelerzeugung und -aufzucht auf dem Betrieb Karl u. Thomas Österle GbR, Obermarchtal

Auf dem Hof von Familie Österle in Obermarchtal (Alb-Donau-Kreis) leben 220 Muttersauen. Pro Jahr kommen auf dem Betrieb Österle mehr als 6.000 Ferkel zur Welt und werden bis zu einem Gewicht von ca. 30 kg auf dem Betrieb aufgezogen. Anschließend gehen die Ferkel an Mäster, die die Marke ‚Hofglück‘ der Edeka Südwest beliefern und zum Labelprogramm des Deutschen Tierschutzbundes e. V. gehören. Kernstück des Betriebs sind die beiden Abferkelställe, in welchen die Muttertiere weder bei den Geburten noch beim Säugen fixiert werden. Im Wartebereich haben die Sauen Zugang zu großen Sonnenterrassen. Die Ferkelaufzucht findet auf Stroh statt.

Heumilchbauern: Projekt Kuh plus Kalb, Vorstand Rolf Holzapfel

Die Demeter Erzeugergemeinschaft aus den Regionen Bodensee, Allgäu, Linzgau und Oberschwaben praktiziert eine Milchwirtschaft nach höchsten Tierwohlstandards. Die 31 zertifizierten Bio-Betriebe arbeiten nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Das Herz der Erzeugergemeinschaft ist die kuhgebundene Kälberaufzucht: Die Mitgliedsbetriebe ziehen ihre Kälber standardmäßig an Mutter- bzw. Ammenkühen auf, mästen die Kälber auf dem Hof und vermarkten die Schlachtkälber regional in Zusammenarbeit mit der Organisation PROVIEH e.V. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um Exporte und Langzeittransporte von Kälbern zu reduzieren.

Kälbermast Franz-Josef Benz, Friesenheim

Familie Benz verkaufte in ihrer Viehhandlung für viele Jahre Kälber aus der Region, auch in den Norden Deutschlands mit langem Transport. Das Anliegen der Familie Benz ist heute eine regionale Aufzucht mit möglichst kurzen Transportwegen. Sie organisierte den Betrieb so, dass der Transport der Kälber, die Aufzucht, die Mast und der Verkauf direkt an den Schlachthof in einer Hand bleiben. Dadurch kann Familie Benz sicherstellen, dass alles möglichst regional und transparent ist. Ihr besonderer Schwerpunkt ist dabei immer das Tierwohl und ein tiergerechtes Leben. So stehen die Kälber bei Familie Benz auf Stroh mit viel frischer Luft und altersentsprechenden Gruppen. Um den Kälbern weitere Abwechslung zu bieten, stellt Familie Benz selbst Spielzeuge her, die als Beschäftigungselemente dienen und die Kälber anregen, sich viel zu bewegen und damit die angebotenen großen Bewegungsflächen zu nutzen.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste zu den Themen Rind + Milch mittwochs per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.