Molkereien

Bayern MeG fordert: Milchpreisanhebung jetzt!

Die bayerischen Milcherzeuger fordern eine Erhöhung der Milchpreise. Durch den starken Anstieg der Erzeugungskosten sind die aktuellen Milchpreise nicht mehr verhältnismäßig.

Bei den heimischen Milcherzeugern macht sich vollkommenes Unverständnis und extreme Frustration breit. Seit mehreren Monaten steigen die Preise in vielen Bereichen, besonders bei den Erzeugungskosten für Milch. Die Milchpreise hingegen sind dieser Entwicklung bislang kaum gefolgt.

Die Vorstände und Aufsichtsräte der Bayern MeG haben bei Ihrer Sitzung am 12. April festgestellt, dass sich diese Frustration mittlerweile auch erstmals in Milchmengenrückgängen auf den Märkten artikuliert. Dies müsse die Land- und Milchwirtschaft alarmieren. Herbert Maier, Vorsitzender der Bayern MeG, bringt es auf den Punkt: „Es ist jetzt die Zeit, dass Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel nicht nur die Herzen für die Milcherzeuger öffnen, sondern auch die Geldbörsen“. Bei den bevorstehenden Milchpreisverhandlungen seien jetzt deutliche Milchpreiserhöhungen vorzunehmen, die die Markt- und Kostenrealität in der Volkswirtschaft wiedergeben. Alles andere sei den Milcherzeugern nicht mehr zu erklären.

Dauerhaft höhere Preise erzielen

Die Milchviehhalter im Agrardialog erwarten eine sehr deutliche Anhebung der Milcherzeugerpreise in den nächsten Wochen, denn die Märkte lassen die Preiserhöhung zu. Für sie ist auch klar, dass es trotzdem gelingen muss, die höheren Preise dauerhaft und nachhaltig zu erzielen. Ein erster Schritt dafür wäre nach Ansicht der landwirtschaftlichen Vertreter die Modernisierung der Lieferbeziehungen. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man sich zunächst mit allen am Agrardialog beteiligten Akteuren der Wertschöpfungskette auf Mechanismen und Instrumenten verständigen kann, mit denen sich dauerhaft ein Milcherzeugerpreisniveau einstellen kann, das die pagatorischen wie auch die kalkulatorischen Kosten der Milcherzeugung abbildet.

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Für den Zeitraum Oktober 2020 bis Januar 2021 lagen die Produktionskosten in Deutschland bei 45,76 ct/kg Milch und der durchschnittliche Auszahlungspreis bei 32,7 ct/kg.


Diskussionen zum Artikel

von jann petersen

Aktuelles Weltmarktniveau

Sollten die Molkereien tatsächlich abermals deutlich unter Weltmarke Niveau abschließen muss ich auch der letzte mal die Frage stellen ob wir es hier mit einem systemischen fehler zu tun haben. Aufschläge wie GVO-frei, S-Klasse, Menge oder Tierwohl müssten dann selbstverständlich ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Nicht immer nur reden sondern gandeln

Die Marktaussichten sind ja anscheinend gut aber es müssen sich auch die Erzeuger an ihre eigene Nasen fassen sonst sieht das Ergebniss nachher genauso desaströs aus- Schlachttiefe werden gesucht , warum wohl? Sortiert wurde im Winter u d jetzt mit Vollgas vor die nächste Wand?! ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Die ganze desaströse

Milchpolitik der letzten 30 Jahre führt zu diesem Dilemma, dieses ganze "Wachsen oder Weichen" und die Globalisierung machen deutsche Milchproduktion zunehmend unrentabler. Erst, wenn in deutschen Regalen nicht mehr genügend angeboten wird, wird man die Fehler der Vergangenheit ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

6 Cent und mehr

Also bei unserer Erhöhung für die nächsten 2 Monate findet sich keine 2 vor dem Komma. Trotzdem fände ich es gut, wenn die MEG Vorstände direkt Kontakt mit LEH und Verarbeitungsindustrie aufnehmen um ähnliche Schritte wie Bioland einzuschlagen.

von Rudolf Rößle

6 Cent und mehr

Also bei unserer Erhöhung für die nächsten 2 Monate findet sich keine 2 vor dem Komma.

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