Futtermittelknappheit

Bayern MeG: Jetzt Milchpackungen ohne GVO-frei-Label drucken!

Die Bayern MeG empfiehlt die Verpackungen von Milchprodukten ohne die Kennzeichnung „ohne-Gentechnik“ zu drucken. Denn die Verfügbarkeit von GVO-freien Produkten sei ungewiss.

Die Führungskräfte der Bayern MeG raten Marktpartnern im Rahmen der aktuellen Verhandlungen, bei den Verpackungen der Milchprodukte die „ohne-Gentechnik-Kennzeichnungen“ herunterzunehmen. Aufgrund der unsicheren Futtergrundlage im Herbst und der langen Vorlaufzeiten beim Druck der Verpackungsmaterialen müssten jetzt Vorkehrungen getroffen werden. Ansonsten laufe man im Herbst möglicherweise in eine Falle, erklärt das Unternehmen. Wenn die Kennzeichnung nicht auf den Verpackungen ist, ließen sich beide Wege gehen. Mit der Kennzeichnung sei nur die Vermarktung von GVO-freien Produkten möglich.

Gegenposition von VLOG

Der Aussage der Bayern MeG widerspricht der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mit einem Statement gegenüber top agrar: "Wir empfehlen allen Marktbeteiligten, im bewährten und erfolgreichen „Ohne Gentechnik“-System zu bleiben", so Geschäftsführer Alexander Hissting. Das ganze Statement lesen Sie hier: VLOG widerspricht: GVO-frei Siegel weiter auf Milchpackungen drucken!

Unterschiedliche Meinungen zur Verfügbarkeit von GVO-freien Futtermitteln hatten zuletzt auch VLOG und der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) sowie der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT): Gentechnikfreie Futtermittel: VLOG widerspricht Raiffeisenverband und Mischfutterindustrie

Kennzeichnungsformen umgehend überdenken und sortieren

Die Bayern MeG kritisierte auch die Überlegungen von Bundesminister Özdemir zur Ausgestaltung der Haltungskennzeichnung. Wenn Bundesminister Özdemir bei der staatlichen Haltungsformkennzeichnung eine Orientierung an der Eierkennzeichnung anstrebe, bürste das gegen den Strich der Haltungsformkennzeichnung der Initiative Tierwohl.

Herbert Maier, Vorsitzender der Bayern MeG, erklärte: „Die Politik soll an so einen Kennzeichnungs-Irrweg gar nicht erst denken, sondern sich umgehend mit der Initiative Tierwohl an einen Tisch setzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man nicht nur das Gesicht, sondern auch noch den verbleibenden guten Willen der Landwirte verliert.“


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