Bayern-MeG: Milchpreis muss um mehr als 3 Cent steigen!

Die Bayern-MeG will das Auseinanderlaufen von Produktionskosten und Milchpreisen nicht länger hinnehmen und fordert Milchpreiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich. „Angesichts der hohen Produktionskosten müssen die Milcherzeuger jetzt so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone“, begründet Bayern-MeG-Vorsitzender Jakob Hölzl.

Die Bayern-MeG will das Auseinanderlaufen von Produktionskosten und Milchpreisen nicht länger hinnehmen und fordert Milchpreiserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich. „Angesichts der hohen Produktionskosten müssen die Milcherzeuger jetzt so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone“, begründet Bayern-MeG-Vorsitzender Jakob Hölzl.
 
Hölzl verweist darauf, dass sich die Kosten für Mischfutter von Oktober 2011 bis Juli 2012 um über 20 % erhöht haben und sich diese Entwicklung durch die Ernteausfälle in den USA und anderen wichtigen Erzeugerregionen weiter verschärft. Gleichzeitig seien aber die Milchpreise seit dem Jahreswechsel um 15 % gesunken. „Für Milcherzeuger ist das eine existenzbedrohende Entwicklung“, so Hölzl.
 
Laut Bayern-MeG würde der Markt aber wesentlich mehr hergeben. Es gebe keinen Absatzengpass, die Mengen seien flott gelaufen. Zudem würden die klimatischen Bedingungen  in Übersee zu einem spürbaren Angebotsrückgang führen und damit den Grundstein für ein steigendes Wertschöpfungpotenzial am Milchmarkt legen.
 
„Bündelung ist Schlüssel für höhere Preise“
 
Die Bayern-MeG sieht im Ungleichgewicht am Markt das Grundübel für die niedrigen Erzeugerpreise. Der Stärkere dominiere über den Schwächeren und setze stets seine Bedingungen durch. „In einem funktionierenden Markt muss der Milchpreis in gleicher Weise steigen wie die Produktionskosten“, fordert Hölzl. „Wenn dies in anderen Wirtschaftsbereichen geht, muss dies auch bei der Milch funktionieren.“
 
Um dies zu erreichen, müssten sich laut Bayern-MeG die Erzeuger noch mehr zusammenschließen. Das Fazit von Vorstand und Aufsichtsrat der Bayern-MeG lautet: „Die Bündelung der Milch ist deshalb der Schlüssel, die notwendige Marktstärke der Bauern zu erlangen, um einen funktionierenden Markt auf allen Ebenen herzustellen.“
 
Die Bayern-MeG koordiniert derzeit den Milchverkauf von mehr als 50 süddeutschen Milcherzeugergemeinschaften, die insgesamt 10.000 Milcherzeuger und 1,7 Mrd. kg bündeln.

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