Bayern MeG will funktionierenden Wettbewerb

Die Bayern MeG begrüßt die mit dem Kartellamtsbericht angestoßenen Diskussionen in der Milchbranche. Ein funktionierender Wettbewerb um die Milch sei Voraussetzung einer funktionierenden Marktwirtschaft. Deshalb will sich die Bayern MeG aktiv in die Beratungen einbringen und fordert eine Branchenorganisation.

Die Bayern MeG begrüßt die mit dem Kartellamtsbericht angestoßenen Diskussionen in der Milchbranche. Ein funktionierender Wettbewerb um die Milch sei Voraussetzung einer funktionierenden Marktwirtschaft. Deshalb will sich die Bayern MeG aktiv in die Beratungen einbringen und fordert eine Branchenorganisation.
 
Die im Sachstandsbericht abgeleitete Empfehlung von kürzeren Kündigungsfristen bzw. Vertragslaufzeiten entspreche grundsätzlich dem Geschäftsmodell der Bayern MeG. Nicht zuletzt würden die Molkereien mit dem Lebensmittelhandel auch kurzfristigere Verträge schließen. In Regionen mit geringer Molkereidichte würden aber Milcherzeugervertreter zu längeren Vertragslaufzeiten tendieren, um Vermarktungsrisiken zu minimieren. Die Tatsache, dass im vergangenen Jahr rund 320 Mio. kg (nahezu 10 %) der in der Bayern MeG gebündelten Milch den Abnehmer gewechselt hätten, zeige, dass die Bayern MeG nach Kräften den Wettbewerb befördere.

Ein ganz besonderes Anliegen der Bayern MeG, nämlich die Festlegung des Milchpreises vor Erzeugung bzw. Lieferung - idealerweise in Form von Festpreisen - werde im Sachstandbericht ausdrücklich genannt. Dies sei für die gesamte Milchwirtschaft unabdingbare Voraussetzung, um am Milchmarkt marktwirtschaftlich rationales Handeln zu fördern.
 
Dass der Schritt vom geregelten Markt mit Milchquoten, Preis- und Absatzgarantieren hin zum vollkommen freien Markt Schmerzen bereiten werde, sei nachvollziehbar. Wenig nachvollziehbar sei jedoch die Tatsache, dass es die Milchwirtschaft bis dato noch nicht geschafft habe, sich in einer kartellrechtlich zulässigen Branchenorganisation über die Lieferbeziehungen offen auszutauschen. Der Sachstandsbericht lade die Organisationen der Milcherzeuger und Molkereien ein, diese Diskussion ergebnisoffen zu fuhren. Herbert Maier, 1. Vorsitzender der Bayern MeG: „Wir wissen, auf welchem Stuhl wir sitzen, haben aber auch den Blick für die gesamte Milchwirtschaft. Deshalb fordern wir die gesamte Milchwirtschaft auf, diese Diskussion endlich zu beginnen“. Der Start einer Branchenorganisation müsse unbedingt vor der nächsten Milchmarktkrise erfolgen.

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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