BDM bestärkt Forderungen des Bayerischen Landtags

Die Forderung des Bayerischen Landtags nach einer europaweiten Milchmengen-Steuerung (top agrar berichtete) begrüßt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Besonders die fraktionsübergreifende Einigkeit sei ein starkes Signal.

CSU, SPD, Grüne und Freie Wähler in Bayern sind sich einig bezüglich einer EU-weiten Milchmengen-Steuerung. (Bildquelle: top agrar)

Die Forderung des Bayerischen Landtags nach einer europaweiten Milchmengen-Steuerung (top agrar berichtete) begrüßt der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Besonders die fraktionsübergreifende Einigkeit sei ein starkes Signal.
 
Denn auch wenn es in den Details der Ausgestaltung noch unterschiedliche Überlegungen gebe, seien CSU, SPD, Grüne und Freie Wähler grundsätzlich einer Meinung gewesen. Richtig sei, dass es schon jetzt nötig ist sich rechtzeitig auf krisenhafte Entwicklungen vorzubereiten, um im Fall der nächsten Krise handlungsfähig zu sein.

„Der Bayerische Landtag hat gezeigt, dass er die Sorgen und Nöte der Milchviehhalter ernst nimmt und dass ihm daran gelegen ist, Milchkrisen und den damit verbundenen Wertschöpfungsverlusten für die Milchbauern und den Ländlichen Raum aktiv zu begegnen. Wir begrüßen es sehr, dass die CSU in dieser Abstimmung der Position von Agrarminister Helmut Brunner gefolgt ist und sich für aktive, vielfältige und wirtschaftsstarke Strukturen im Ländlichen Raum positioniert hat“, zeigt sich BDM-Vorsitzender Romuald Schaber erfreut.
 
„Die Fraktionen haben außerdem klar anerkannt, dass es für Milchmarktkrisen eine europäische Lösung braucht. Angesichts der Einflüsse des Weltmarkts würde rein nationalen Insellösungen die nötige Marktwirkung fehlen. Positiv hervorzuheben auch, dass der Bayerische Landtag vorausschauend handelt und nicht wartet, bis eine neue Krise ins Haus steht.“  
 
Nach Ansicht des BDM sollte die fraktionsübergreifende Einigkeit auch auf Bundesebene Schule machen, wenn es darum geht, zur richtigen Zeit notwendige Probleme sachorientiert anzugehen. Romuald Schaber erklärt: „Wir sind überzeugt, dass sich ein Großteil der Wähler ein politisches Handeln wie in diesem Fall wünscht: Politiker, die nicht nur zuhören und dialogbereit sind, sondern die auch pragmatisch, vorausschauend und tatkräftig handeln, wenn es um wichtige Anliegen der Bürger geht.“
 

Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

Schreiben Sie Anke Reimink eine Nachricht

Leserfrage: Für Schlepper Rundfunkgebühr zahlen?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen