WLV

Beringmeier: Ein Lidl-Mindestpreis wäre auch für Rindfleisch notwendig

WLV-Präsident fordert den gesammten deutschen LEH auf, ebenso wie Lidl den Preis für Fleisch anzuheben. Auch den Rinderhaltern gehe es schlecht, sie müssten ebenfalls von höheren Preisen profitieren.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) begrüßt die Bereitschaft von Teilen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels, gemeinsam mit Bauernvertretern darüber nachzudenken, wie die heimische Landwirtschaft künftig einen höheren Anteil an der Wertschöpfung in der Lebensmittelkette erhalten kann.

Der Verband sieht dabei vor allem in dem jüngsten Angebot des Discounters Lidl, an der Ladenkasse einen Zuschlag von 1 €/kg für Schweinehalter zu erheben, als wegweisend. Dieser Schritt müsse nun auch auf Produkte aus der Rinderhaltung ausgeweitet werden.

"Wir fordern, dass dieses Modell vom gesamten dt. Lebensmitteleinzelhandel übernommen und auch für die gleichfalls betroffenen Rindermäster und Milchvieherzeuger umgesetzt wird. Vieler unserer Futterbaubetriebe kämpfen nach mehreren Dürrejahren mit hohen Futterkosten und unzureichenden Erlöse – letztlich um ihr wirtschaftliches Überleben“, sagte WLV-Präsident Hubertus Beringmeier in Münster.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband appelliert an den Lebensmitteleinzelhandel, gemeinsam mit der Landwirtschaft darüber zu beraten, wie z. B. die regionale und nationale Herkunftskennzeichnung von Fleisch für die Verbraucher verbessert werden könne. Dies sei vor allem wichtig für deutsches Rindfleisch, das hierzulande unter deutlich nachhaltigeren Umweltstandards erzeugt würde, als dies bei importiertem Rindfleisch aus Südamerika der Fall sei. Gerade vor dem Hintergrund der breiten Ablehnung des geplanten Mercosur-Abkommens in der Gesellschaft brauche der Verbraucher hier mehr Transparenz.

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