Betriebserfolg gezielt steuern Premium

Beim Wissensforum Planet Kuh der Zuchtorganisation Masterrind unter dem Motto „Controlling als Erfolgsfaktor - Faktencheck statt Bauchgefühl" erläuterten Johann Kalverkamp, Jan Ingo Marrink, Stephan Brüning und Dr. Lübbo Kleen die Chancen und die Umsetzung von Controllinginstrumenten für die Praxis.

Beim Wissensforum Planet Kuh der Zuchtorganisation Masterrind unter dem Motto „Controlling als Erfolgsfaktor - Faktencheck statt Bauchgefühl" erläuterten Johann Kalverkamp, Jan Ingo Marrink, Stephan Brüning und Dr. Lübbo Kleen die Chancen und die Umsetzung von Controllinginstrumenten für die Praxis.

Moderator Bernd Lührmann von der Landwirtschaftskammer in Niedersachsen führte in das Thema ein, indem er erläuterte: Controlling bedeutet die gezielte Steuerung eines Betriebs auf Basis von Koordination, Planung und Kontrolle.

Was Controlling für den Milchpreis bedeuten kann, zeigte der Geschäftsführer der VR Agrarberatung Johann Kalverkamp einleuchtend. Er stellte verschiedene Formen des Preisrisikomanagements vor. Der reguläre Milchpreiszyklus sei geprägt und Phasen der Gier und der Angst. Aus Angstphasen resultierten Sparmaßnahmen im Betrieb, die sich auch später noch negativ auf die Gesundheit und Produktivität der Herde auswirkten.

Eine Maßnahme, um unabhängiger von diesen Phasen zu sein, sei die Absicherung des Milchpreises an der Börse. Wichtigste Voraussetzung für die korrekte Absicherung sei, dass der Landwirt sich nicht von seinen Gefühlen und der Marktmeinung leiten lässt, also nicht spekuliert. Er sollte den Preis ausschließlich auf Basis einer Ist-Betriebsanalyse absichern, also basierend auf der individuellen Grenznotierung des Betriebs. Optimaler Zeitpunkt für die Absicherung seien die „Gier-Phasen“ und nicht die Phasen des niedrigen Milchpreises.

Jan Ingo Marrink hält auf seinem Betrieb in Nordhorn ...

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Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

Genau liebe Bauern!

Ihr müsst nur besser werden! Selbst schuld wer seinen Laden nicht im Griff hat. Am Milchpreis liegts ja offensichtlich nicht! Übrig bleiben bestenfaĺls die besten 25 %! Der Rest sollte sich überlegen ob man nicht in bessere Betriebskonzepte investiert...... Ach, nur am Rande. DLG Spitzenbetriebe oder EDF machen trotz guter Leistungsdaten keine Unternehmergewinne! Nicht mal 2013/14 mit Spitzenmilchpreisen. Aber der kluge Landwirt hätte sich zum damaligen Zeitpunkt bestimmt an der Börse seinen "Gierpreis" für die nächsten Jahre gesichert! Gabs halt damals nicht. Jetzt gibts die Börse aber leider keine ordentlichen Milchpreise welche sich abzusichern lohnen würden.... Tja, Pech für die Bauern. Aber gute Zeiten für Berater! Die würd nämlich keiner brauchen wenns laufen würde......

von Erwin Schneiderbauer

(...)

(...)

von Martin Siekerkotte

Was ist Überflüssig

Bauern Berater wer verdient haben stolze preise als Redner habe mal bei kalverkamp nachgefragt was sein controlling kostet ist so als würde die milch 1,20€ kosten

von Gerhard Metz

Erst selber ...

melken dann klugscheißern! Ich hab die >>Geißelschnalzer<< so satt!

von Ulrich Rist

Nur am Rande überlegt

Die Kammern sollten mal ein Chef von einer Steuerkanzlei Einladen, dieser kann dann über die Einkommen von kleinen Handwerksbetriebe berichten, die mit angelernten Arbeitern 40 bis 50 Euro pro Stunde plus MWST abrechnen können. Und somit über 100 000 Euro Jahresgewinn ihre Bilanzen erhalten. Und das mit 1 oder 2 VW-transporter und ein wenig Maschinen Wir lassen uns schon zu lange Verarschen . unter eigenem Applaus!!

von Karl-Heinz Mohrmann

Mit anderen worten: immer vollgas weiter. Egal wie niedrig der Milchpreis ist!!! Danke Landwirtschaftskammer. Aus der letzten Krise nichts gelernt. DMK braucht viel sehr billige Milch...

von Gerd Uken

Man kann noch jeden Tag etwas dazu

lernen wer also letztes Jahr für 32 Cent abgesichert hat ist jetzt auf der sicheren Seite? Wann war die letzte Gier Phase?:(

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