Milchpreisvergleich

Biomilchpreisvergleich: (Nur) leichter Preis­anstieg

Verbraucher greifen in der Coronakrise zunehmend zu Bioprodukten. Das hat einen positiven Effekt auf die Milchpreise, wenn auch zur Kostendeckung nicht ausreichend.

Der bundesweite Biomilchpreis für 2020 lag einschließlich geschätzter Nachzahlungen bei im Schnitt 48,2 ct/kg (netto ab Hof bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, inkl. Zuschläge, ohne Heu-Milch). Gegenüber 2019 sind das 0,6 ct/kg mehr. Die Rückgänge der Vorjahre sind damit allerdings noch nicht aufgeholt. Rekordjahr bleibt weiterhin 2017 mit einem Bundesschnitt von 49,1 ct/kg.

Die Preise bei den besten Auszahlern haben sich erhöht und liegen für Demeter-­Milch bei 51,7 und 51,3 ct/kg. Am unteren Ende bildet Friesland Campina mit 44 ct/kg den Abschluss. Bei einigen Molkereien stehen allerdings noch Nachzahlungen aus. Die „Schlusslichter“ zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie EU-Biostandard vermarkten und keine oder nur wenig eigene Bio-Markenprodukte herstellen.

Mehr Menge, steigende Preise

Die Anlieferung von deutschen Biomilcherzeugern hat sich 2020 gegenüber dem Vorjahr um 4 % erhöht. Das entspricht einer Mehrmenge von rund 50 Mio. kg (hochgerechnet auf Basis Januar bis November). Insgesamt wurden...


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Rund 32,8 ct/kg haben die deutschen Molkereien 2020 im Schnitt gezahlt. 2019 war der Preis 0,8 ct höher. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Auszahler liegen 8,5 ct/kg.