Blauzungenkrankheit

Blauzunge: Agrarministerium will Handel erleichtern

Aufgrund der Blauzungenkrankheit ist der Handel von Rindern in Restriktionsgebieten nur beschränkt möglich. Das Bundesagrarministerium will die Vorgaben erleichtern.

Der Ausbruch der Blauzungenkrankheit beschränkt vor allem das Verbringen von Kälbern aus den Restriktionszonen (top agrar berichtete). Das treffe auch den Handel mit EU-Mitgliedstaaten, zum Beispiel nach Italien, die Niederlande oder Spanien, berichtet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Vor allem bayerische Betriebe seien von den Maßnahmen betroffen. Bereits im April waren Abkommen mit den Niederlanden getroffen (top agrar berichtete).

Jetzt erklärte Bundesministerin Julia Klöckner dazu: „Die Risiken, die sich aus der Blauzungenkrankheit für unsere Landwirte und ihre Viehbestände ergeben, nehmen wir sehr ernst. Gleichzeitig ist es wichtig, den innergemeinschaftlichen Handel nur so weit einzuschränken, wie es für den effektiven Gefahrenschutz notwendig ist. Mit den Niederlanden und Italien haben wir uns hierzu auf klare Kriterien verständigt und damit Erleichterungen für den Handel mit Kälbern und Rindern aus den Restriktionsgebieten erwirkt. Auch mit Spanien führen wir diese Gespräche intensiv, sind auf einem guten Weg und zuversichtlich, zeitnah eine Regelung für das Verbringen von Kälbern abzuschließen.“

Die Leiter der Veterinärdienste von Deutschland und Spanien treffen sich laut BMEL am Rande der Generalversammlung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in Paris zwischen dem 26. und 31. Mai. Damit wäre eine wesentliche Erleichterung für den innergemeinschaftlichen Handel mit Kälbern aus den südlichen Teilen Deutschlands, insbesondere aus Bayern, geschaffen.

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Andrea Rahn-Farr

Internationaler Handel möglich, aber nicht innerhalb Deutschlands?

Das kann ich nicht begreifen. Wir schließen Abkommen mit Benelux, Spanien, Italien etc., aber wir schaffen keine vernünftige Regelung zum Verkauf von Kälbern innerhalb Deutschlands! Die neue Regulierung mit der nur in DE gültigen Vorschrift, dass die Mütter vor der BELEGUNG (also 300 Tage vor der Kalbung) geimpft sein müssen, gilt anderswo nicht und führt nur zu höheren Kosten (wegen der Blutproben), bringt aber offenbar nichts bei der Verhinderung der BTV - sonst würden doch die Nachbarstaaten dem niemals zustimmen! Eine Klage vor dem EUGh wäre hier das Richtige - wegen Benachteiligung der deutschen Landwirte!

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