Blauzungenkrankheit erreicht Rheinland-Pfalz

Nach den Fällen in Baden-Württemberg ist die Blauzungenkrankheit nun in einem Rinderbestand Rheinland-Pfalz aufgetreten. Die bereits bestehende Sperrzone wird auf weitere Kreise in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen ausgeweitet.

In einem Rinderbestand im Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz) wurde die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 nachgewiesen. Heute bestätigte das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut das Ergebnis, meldet das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz. Ganz Rheinland-Pfalz sowie Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Hessen fallen in das Restriktionsgebiet. Dieses Restriktionsgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden.

Mitte Dezember war das Virus in Baden-Württemberg im Landkreis Rastatt aufgetreten. Ganz Baden-Württemberg und das Saarland sowie Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz wurden daraufhin zum Restriktionsgebiet erklärt. Seitdem wurden weitere Fälle in Baden-Württemberg bestätigt.

Empfängliche Tiere dürften grundsätzlich nicht aus diesem in restriktionsfreie Gebiete verbracht werden. Dies gelte auch für Samen, Eizellen oder Embryonen. Eine Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit sei zu empfehlen, da sie einen Schutz vor der Erkrankung biete und den Transport von Tieren aus dem Restriktionsgebiet erleichtere. Die Kosten der Impfung trage in Rheinland-Pfalz der Tierhalter.

Jeder Tierhalter, der im Sperrgebiet für das Virus anfällige Tiere wie Schafe, Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuer hält, muss dies unverzüglich dem Veterinäramt seiner Kreisverwaltung melden.

Blauzungenkrankheit – die Symptome

Auch wenn der aktuelle Seuchenzug nur mit wenig ausgeprägten Krankheitsanzeichen einhergeht, sind diese oder der Verdacht darauf ebenfalls sofort beim Veterinäramt anzuzeigen, so das Landesuntersuchungsamt. Schafe könnten gering bis stark ausgeprägte Symptome zeigen, bei Rindern und Ziegen verlaufe die Erkrankung meist ohne eindeutig erkennbare Krankheitsanzeichen. Mögliche Symptome: Fieber, Apathie, Zyanosen (Blaufärbung), Geschwüre und Nekrosen in Haut und Maulschleimhaut, an Lippen, Flotzmaul, Zitzen und Euter sowie an den Gliedmaßen mit eventuell einhergehender Lahmheit.

Die Redaktion empfiehlt

Premium

Die Blauzungenkrankheit ist zurück in Deutschland. Droht jetzt die bundesweite Ausbreitung? Ist Impfstoff verfügbar? top agrar hat bei Tierärzten und Pharmaunternehmen nachgefragt.

14 Rinderbetriebe sind betroffen, der Schwerpunkt liegt in Südbaden. Agrarminister Hauk rät erneut zur Impfung.

Bundesrat will Solaranlagen weiter fördern

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

Schreiben Sie Katharina Lütke Holz eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen