Tierzucht

BRS wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) wiederlegt erneute Vorwürfe zu "Qualzuchten" und „Turbokühen“.

Die moderne Milchkuh ist „robust, gesund und leistungsfähig“. Das stellt der BRS in einer Stellungnahme klar. Gegenüber der immer wieder aufkommenden Kritik an der Milchviehzucht stellt der Verband fest, dass Lebensleistung und Nutzungsdauer bei den wichtigsten Milchviehrassen ansteigen. Gleichzeitig bleibe das Abgangsalter konstant.

Mithilfe von genetischen Untersuchungen und einer genauen Datenerhebung würde die Zucht auf gesunde Kühe stetig verbessert. Ein Beispiel für die Weiterentwicklung der Zucht seien die neuen Gesundheitszuchtwerte bei der Rasse Holstein.

Landwirte müssten die Abgangsgründe ihrer Kühe genau dokumentieren. Dies würden aber häufig falsch interpretiert. Eine Kuh, die wegen Gliedmaßenerkrankungen den Betrieb zur Schlachtung verlässt sei nicht zwangsläufig akut krank, sondern im Verlauf ihres Lebens hinsichtlich dieses Merkmals aufgefallen.

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Artikel geschrieben von

Julia Hufelschulte

Redaktion Rind

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Diskussionen zum Artikel

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von Hans Nagl

Wir

Wir die Tierhalter müssen uns der Diskussion stellen. Sonst wird über uns Diskutiert. Es sind mittlerweile auch Fachleute ( Tierärzte) die diese Leistungszucht kritisch sehen (Göttinger Erklärung) Wir müssen die Frage beantworten muss oder darf ein Kuh 10000 l oder 15000l oder vielleicht 20000l geben

von Henrik Plaas-Beisemann

Wie wirkt sich was aus

1.)Eine Kuh bekommt jedes Jahr ein Kalb, folglich jedes zweite Jahr ein weibliches. Beim Einsatz der gleichen Rasse und ohne Spermasexing, bedeutet das ,man kann sich nach zwei Jahren zwischen Mutter und Tochter entscheiden, oder für die Mutter muss eine andere Kuh gehen, was für die Remotationsrate irrelevant ist. Somit ist die natürliche Remotationsrate ohne Herdenwachstum und Jungviehverkauf bei knapp 50%. Das Interesse des Milchviehhalters ist es aus finanziellen Gründen, aufgrund der Aufzuchtkosten, diesen natürlichen Wert zu drücken. Also der größte Feind der Kuh ist die eigene Tochter. 2.) Die Zucht auf Langlebigkeit erfolgt schon immer und ganz automatisch. Eine langlebige Kuh mit 12 Laktationen hat vermutlich 4-5 Töchter in der Herde, eine Kuh mit 2 Laktationen nur 1 Tochter. 3.) Solange es Zuchtfortschritt gibt und sei es bei der Zucht auf Hornlosigkeit, aber auch auf Langlebigkeit,begünstigt ein schneller Generationswechsel diesen Zuchtfortschritt, damit ist für den Zuchtfortschritt das erste Kalb einer Kuh das wichtigste und deshalb sind Bullenmütter überproportional oft Jungkühe.

von Gerhard Steffek

übliches Geschwätz!

denn wenn man keine Ahnung hat, dann läßt's sich immer leicht schwadronieren. Das nutzen nunmal unsere ideologischen Besserwisser nach Strich und Faden aus. Da heutzutage schon viele Leute nicht einmal so weit denken, daß die Kuh jedes Jahr ein Kalb bekommt weil es nunmal ihre Natur ist, läßt es sich locker über die "viel zu frühen" Abgänge bei den Kühen reden. Dabei werden ganz einfache Naturgesetze und natürliches Verhalten außer Acht gelassen, da man sich selber schon so weit von der Natur entfernt hat um noch ein bißchen Ahnung davon zu haben. Hinzu kommt das dann auch noch etwas aufgeschnappt und hochgekocht wird was in der Praxis bereits Vergangenes ist schon gar nicht mehr interessiert, weil schon behoben und verbessert. Allerdings kann man daraus keinen Skandal machen und sich selber profilieren. Im Grunde braucht man mit diesen "Besserwissern" gar nicht reden. Hier muß deren Sumpf "trockengelegt" werden. Sozusagen deren Klientel aufgeklärt werden, um hier ein "Artensterben" der besonderen Art durchzuführen.

von Hermann Wissing

Theorie und Praxis !

Und die Besamungsbullen kommen immer noch von Jungkühen anstatt von alten guten Kühen !! mfg ! jupp wissing-marinbur

von Harald Finzel

Erstaunlich ist, dass sogar einmal eine öffentliche Institution eine Stellungnahme zum Thema veröffentlicht hat, die etliche Vorwürfe widerlegt: https://www.lfl.bayern.de/itz/rind/218410/index.php

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