Artikel 148

Brüssel will Verträge mit Milchpreis Premium

Mehrere Änderungswünsche zur Gemeinsamen Agrarpolitik entfallen auf die Milchlieferbeziehungen.

Schriftliche Lieferverträge mit Vollkostendeckung für Milcherzeuger – das fordern mehrere Abgeordnete des EU-Landwirtschaftsausschusses.

Von den über 5.000 Änderungsvorschlägen für die Gemeinsame Agrarpolitik entfallen fünf auf den Artikel 148, der die Vertragsbeziehung bei Milch regelt. Abgeordnete...

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Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) reagiert verhalten auf das neue Ultimatum von Landwirtschaftsministerin Klöckner für die Sektor Strategie Milch. Einen brancheneinheitlichen Ansatz bei der...

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Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert bis zum Herbst ein Strategiepapier der Milchbranche. Davon will sie ihr Vorgehen beim Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung abhängig machen.

DBV: "Umweltministerin nicht zum Dialog mit den Bauern bereit"

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

aber langfristig wird doch derjenige am Markt bleiben, der am günstigsten produzieren kann

Herr Müller sind sie sicher, dass wir deutschen zu dieser Gruppe gehören?

von Matthias Zahn

Nun, Herr Müller

Der größte Unterschied zwischen uns beiden liegt wohl darin, dass ich gerne die Milchpolitik der Zukunft ändern möchte damit wir Milchbauern eine echte Zukunft haben. Damit Milchbauern, wie in anderen Branchen üblich, auch Unternehmergewinne generieren können. Während es ihnen offensichtlich egal ist, wieviele noch aufgeben müssen und deshalb auch keine Veränderungen wünschen. Das akzeptiere ich wenn jemand sagt, nein mir geht es gut, wir müssen nix ändern. Aber warum wollen sie alle anderen aufhalten, die es anders machen wollen? Das schlimmste was ihnen passieren kann ist, dass sie bei gleicher Arbeit mehr verdienen........

von Gerd Schuette

Wenn eine Molkerei die Milchauszahlungspreise vorab verhandelt wird dies Einfluß auf die Verkaufspolitik der Molkerei haben. Das gesamte Wertschöpfungssystem wird sich verändern.

von Bernd Müller

Sehen sie Herr Zahn

Wir sind ja gar nicht so weit auseinander. Sie haben recht, dass der Markt durch die von Ihnen angeführten Gründe unelastisch ist, aber langfristig wird doch derjenige am Markt bleiben, der am günstigsten produzieren kann. Dieses kann durch Eingreifen des Staates oder der Marktteilnehmer nur verzögert werden aber nicht verhindert werden. Und Herr Schütte: auch vorher verhandelte Preise ändern daran nichts! Die Molkerei muss einen Sicherheitsabschlag machen, wenn es längerfristige Preiszusagen macht. Dr Preis wird dadurch nicht steigen GERADE dann bestimmt der günstigste Anbieter den Preis!

von Gerd Schuette

Es bestimmt nicht der den Preis, der die niedrigsten Kosten hat. Der, der am niedrigsten anbietet bestimmt den Preis und zwar unabhängig davon ob er dabei etwas verdient oder nicht. Bei Verträgen in denen Menge und Preis vorab festgelegt sind muss/kann der Produzent vorab entscheiden ob er da mitmachen will oder nicht. Beim Rückpreismodell ist dies so nicht möglich bzw deutlich weniger sichtbar. Auch fehlt bei den jetzigen Vertragsbedingungen die Möglichkeit dass Milch zügig in die bessere Verwertung gelenkt wird. Es also um echten Wettbewerb um den Rohstoff Milch gibt.

von Matthias Zahn

Nicht ganz Herr Müller

In erster Linie entsteht der Milchpreis durch das Milchangebot am Markt. Dabei ist es ersteinmal egal wie hoch die Produktionskosten sind. Erst viiiiieeeel später kommen die Produktionskosten zum zug. Wenn soviele Betriebe das Handtuch werfen, dass zu wenig Milch da ist. Und diesen Punkt haben wir seit dem Quotenausstieg noch nicht erreicht da die Bauern bereit sind jeden Notgroschen und viel nichtentlohnte Arbeitszeit in die Aufrechterhaltung der Produktion stecken. Genauso wie die Nachfrage, reagiert auch das Angebot relativ unelastisch..... Also bestimmt genau genommen das verfügbare und durch Darlehen belastbare Vermögen sowie die Einsatzbereitschaft der Bauern den Milchpreis. Und von beidem, ist in der Landwirtschaft reichlich vorhanden......

von Gerd Uken

Ein bisschen zu einfach gedacht

Von Herrn Müller........ Es gibt aber auch noch andere Unbekannte. Wenn wir unsere Liefermengen festschreiben wie agieren dann Arla Friesland Campina usw. die sind doch alle Global aufgestellt. Noch erzählen Sie uns ha was von Wertschöpfung die findet ha anscheinend auch noch bei dennMolkereien statt, sonst könnte Arla keine 2,3 Cent nachzahlen. Und selbst in der Zeit 2012/13 könnte die schlechteste Molkerei noch 6 Cent für Ihre Rücklagen erwirtschaften! Wenn denn die Gunstregion im Norden liegt sind dann deshalb die Milchpreise immer am niedrigsten gegenüber dem Süden? Ich kann mir auch nicht vorstellen das bei 30 Cent Rohstoffpreis noch Wertschöpfung auf den Höfen ankommt - unsere LWK schlägt ha schon Alarm für Futtervaubetriebe 2018 -53% durch geringeren Milchpreis u. gestiegenen Futterkosten. Kann man nicht einfach ausblenden auch wenn einige dann 0,4 Cent/kg Dürrehilfe bekommen. Das ersetzt nicht den fehlenden Milchpreis!

von Bernd Müller

Ganz einfach Herr Zahn

die Konsequenz ist, dass immer derjenige den Preis bestimmen wird, der am günstigsten produzieren kann. Wir haben es schon zur Zeit der Milchqoute gesehen-Gesetzliche Vorgaben werden daran nichts ändern!

von Matthias Zahn

Und Herr Müller

Vielen Dank für die angeregte Diskussion! Sie bringen immer wieder gute Argumente die mich zum Nachdenken bringen. Ich komme allerdings immer wieder zu dem Schluss dass es viel mehr Engagement der Bauern in der Milchpolitik bräuchte.....

von Matthias Zahn

Herr Müller

Da haben sie bestimmt recht. Aber die besten 25 % bleiben immer die besten 25%. Egal welches Milchpreissystem wir haben, diese Betriebe haben immer die Nase vorn. Aber was ist nun die Schlussfolgerung? Wir brauchen keine andere Milchpolitik weil 25% mit diesen Preisen klar kommen? Und auf den Rest können wir verzichten? Ich gebe ihnen ja Recht, dass wir mit dem BDM ein sehr hoch gestecktes Ziel verfolgen. Aber wer sollte das Fordern außer uns Milchbauern? Und auch bei der Umsetzung des Artikel 148 wird es Lösungen für alle geben. DENN unsere Milch wird gebraucht! Wie das dann in der Praxis konkret aussieht werden wir sehen wenn es soweit ist. Und wenn es nicht passt werden unserer Interessensvertretungen darauf hinwirken das es korrigiert wird. ABER wir Milchbauern müssen immer aufpassen, dass es in UNSEREM Sinne korrigiert wird. Also, wovor haben wir eigentlich Angst? Es kann doch nur besser werden!!!

von Bernd Müller

Herr Zahn

Lesen sie sich doch einfach mal die Auswertung der besseren Betriebe in Sh durch. Dann wissen Sie wer hier die pachtpreise diktiert....

von Matthias Zahn

Rechnung Herr Müller

1000 Euro Pacht sind schon 5 ct/Liter bei 20000 l/ha. Bleiben 28 ct für den Rest (bei 33 ct im Schnitt der Jahre. Kraftfutter (30 dt) 6 ct, Arbeitszeit (30 h) 5 ct, Grundfutter (guter Wert) 5 ct bleiben 12 ct. 6,5 ct Stallplatz (10000 - 20 Jahre inkl. Zins) bleiben 5,5 ct für Tierarzt, Gülleausbringung, Fütterungstechnik, Strom, Wasser, Buchführung, Besamung, Remontierung, Risikovorsorge für Preiskrisen, sonst. Hofarbeiten, Service Melk-und Fütterungstechnik, Klauenpflege, und sonstigen diversen Betriebsbedarf....... Sportlich diese Rechnung...... aber korrigieren Sie mich wenn ein Fehler in der Rechnung ist.... keine Garantie auf Vollständigkeit, hab ich nur unter der Stallarbeit schnell gemacht....

von Hans Nagl

Am Ende des Tages.

Am Ende des Tages brauen wir DVo und Volksbegehren und und ,um die Überschüsse zu begrenzen . Vernunft alleine reicht scheinbar nicht aus.

von Hans Nagl

Am Ende des Tages.

Am Ende des Tages brauen wir DVo und Volksbegehren und und ,um die Überschüsse zu begrenzen . Vernunft alleine reicht scheinbar nicht aus.

von Hans Nagl

Rechnen ???

Herr Müller ? 1000 € und mehr je ha Pacht Stallbaukosten von 10000€ je Kuhplatz Richtige Entlohnung der Mitarbeiter mit 20 € plus X Gülleentsorgung mit 10 bis X € je m 3 und dann 35 Cent je Liter Milch ????????

von Gerd Uken

Herr Müller die Bäume wachsen nicht in den Himmel!

Mein Kommentar war ironischgemeint..... Auch wenn sie noch 5000kg mehr vom ha holen irgendwann wird auch der letzte ausgebremst werden- siehe Nachbarland , P ist der begrenzende Faktor. Und was kommt dann?? Immer höhere Kosten zu immer niedrigeren Erlösen. Aber die Rechnung kennen sie ja ob man 10000kg für40 Cent melken kann oder eben das doppelte für 25 mit Fremd AK. Wir werden so nie auf einen Nenner kommen und wenn es so weiter läuft bekommt der BV recht die Hälfte der Milcherzeuger verschwindet und die restlichen Teilen sich die Flächen und schon passt die DVo wieder. Wem ist damit geholfen?

von Bernd Müller

Herr Zahn

Herr Uken hat das Problem erkannt! Die teuerste Milch wird stehen bleiben. Gleiches Produkt in einem Markt- die Produktion wird immer zum günstigsten Produzenten wandern. Diese Gesetze wird auch nicht der bdm aushebeln! Bei uns im Norden sind mittlerweile die Milchviehhalter diejenigen, die völlig überzogene Pachtpreise zahlen, weil es die einzigen sind, für die es bei dem Niveau noch lohnt die Produktion zu erweitern. Bei bis zu 20000 Liter produzierter pro Hektar machen 100 Euro Pacht ja nur 1 Cent aus. Für den Ackerbauern ist das eine Ausschlusskriterium. So sieht die Realität aus! Entweder den Markt verkleinern indem man z. B. ein Nischenprodukt herstellt , oder man muss halt günstiger produzieren als die anderen.

von Gerd Uken

Und sie wollen dann tatsächlich

die Andienungspflicht kippen -das geht doch gar nicht dann bleibt die „ teuerste“ Milch ja stehen! Da muss was passieren...... Dieses“ Gesetz“ stammt noch aus einer ganz anderen Zeit!!

von Matthias Zahn

So, nun zu ihrer Frage....

Die kann ihnen NIEMAND beantworten. Das ist als ob sie von ihrem Saatgutverkäufer eine garantierte Erntemenge fordern. Vergleichen wir es doch mit dem Ackerbau. Wir säen obwohl wir nicht wissen was am Ende raus kommt. Und auf dem Weg zur Ernte kommt dies und jenes Problem dazwischen auf das wir reagieren müssen und für das wir Lösungen suchen müssen. Genauso ist es mit dem Milchmarkt. Das entscheidende ist, dass wir mal an den richtigen Stellen anfangen und nicht ewig Zeit mit "Was wäre wenn Diskussionen" vergeuden. Beim Getreide lässt sich Mehltau auch nicht wegquatschen sondern es muss einer raus fahren und was tun! Wir brauchen keine "Redebranche" sondern eine "Anpackbranche". Klar geht dabei mal was schief. Aber solange wir, vor EVENTUELLEN Konsequenzen eines neuen Weges, mehr Angst haben als vor der nächsten Preiskrise wird das nix...... WAS haben wir eigentlich zu verlieren? Schlimmstenfalls sind die Milchpreise "nachher" genauso besch.... wie vorher......

von Matthias Zahn

Vorher noch was anderes Herr Müller

Wenn die Betriebe im Norden sooooviel billiger produzieren können als die im Süden. Warum haben dann in der Milchkrise, prozentual gesehen, im Norden mehr Betriebe das Handtuch geworfen als im Süden? Aus der Zusammenarbeit im EMB wissen wir, die Milchbauern haben EU weit alle das gleiche Problem. Egal woher. Bevor wir ernst machen mit Diskussionen über zukünftige Strategien müssen wir ehrlich zu uns selber sein und zugeben, dass die derzeitige Milchpolitik selbstzerstörerisch ist. Solange wir (besonders Sie Herr Müller) so tun als ob alles in Butter ist (schönes Wortspiel) werden wir nie anfangen nach echten Lösungen zu suchen. Und die gibt es. Auch wenn Sie nicht daran glauben wollen, heist das nicht, das es nicht gehen kann....

von Bernd Müller

Ach Herr Zahn

Diese Forderung aus Brüssel und viele Vorschläge des Bdm und anderer Verbände sehen auf dem Papier immer gut aus und passen gut in den derzeitigen Mainstream. Das Problem ist bloß, dass sie niemals in der Praxis umsetzbar sind! So, und jetzt beantworten Sie doch einfach mal meine Frage..

von Bernd Müller

Ach Herr Zahn

Diese Forderung aus Brüssel und viele Vorschläge des Bdm und anderer Verbände sehen auf dem Papier immer gut aus und passen gut in den derzeitigen Mainstream. Das Problem ist bloß, dass sie niemals in der Praxis umsetzbar sind! So, und jetzt beantworten Sie doch einfach mal meine Frage..

von Matthias Zahn

Außer vielleicht....

Wenn die hochspezialisierten Betriebe im Norden Hirn haben, dann kümmern sie sich darum, dass die Nieten im Süden ihre 55 ct bekommen. Dann können die Supernordies so richtig absahnen.....

von Matthias Zahn

Aaah Herr Müller...

Auf so komplizierte Fragen hab ich leider keine Antwort..... Besser wir lassen die Preise gleich unten...... Ach ja, schon gelesen Herr Müller, der Bauernverband fordert "eine bessere Abstimmung des Rohmilchangebotes mit den Absatzmöglichkeiten am Markt". Total Irre! Die wollen tatsächlich Angebot und Nachfrage beachten...... total die Bananenrepublik....

von Bernd Müller

An alle Disliker:

Ich hätte gerne mal eine Antwort auf die Frage und nicht nur den Daumen nach unten!

von Bernd Müller

Wie hoch...

...sind denn die Vollkosten? Bei 35 Cent inklusive MwSt im spezialisierten Milchviehbetrieb in Sh oder bei 55 Cent im Klein strukturierten Süden? Mit wem wird die Molkerei wohl einen Vertrag schließen wollen?

von Karl-Heinz van de Sand

BRÜSSEL WILL VERTRÄGE MIT MILCHPREIS

Hoffentlich werden die angestrebten Brüsseler Bemühungen nicht wieder durch anders denkenden, teilweise fremdgesteuerten lnteressenverbände,Lobbyisten und Querulanten ausgebremst!

von Rudolf Rößle

Vollkosten natürlich

Gülle habe ich genug.

von Rudolf Rößle

Langsam

dreht sich der Wind und wir Milchbauern müssen dann auch mit unseren Milchanlieferungen reagieren. Darum brauchen wir vollkoten deckende fixe Lieferkontrakte.

von Willy Toft

Das wäre dann unser Mindestpreis mit der bestimmten Milchmenge!

Das müsste schon als verpflichtende Vorgabe von Brüssel kommen, und ich frage mich gerade, wer das Ganze verhindern möchte. Der Weltmarktpreis wäre dann für die "Überschüsse" zuständig, und der Handel würde ständig versuchen, sich dort zu bedienen. Die Menge wäre entscheidend, die auf dem Weltmarkt herum vagabundiert, aber Europa kann man nicht nur mit den Überschüssen bedienen, die hohen Standards bekommt der Handel nur bei uns hier in Europa! Das Ganze kann auch zur Folge haben, dass wir mit unserer Produktion, uns auch dicht an der Nachfrage orientieren müssen!

von Hans Nagl

Super

Jetzt wird wieder im Hintergrund mit aller Macht dagegen gearbeitet. Und dass von der sogenannten Berufsvertretung.

von Ottmar Ilchmann

Revolutionär!

Ein Milchpreis, der die Produktions- und Arbeitskosten deckt und ein angemessenes Einkommen für die Erzeuger sichert! Sind die denn verrückt geworden in Brüssel, solche revolutionären Forderungen zu stellen?

von Karl-Heinz Mohrmann

CDU Frau Klöckner DBV DRV und MIV werden niemals etwas für uns Milchbauern tun. Immer nur Gipfel Ankündigungen Gipfel Ankündigungen Gipfel Ankündigungen. Passiert ist seit Jahren Null Komma Null

von Karl-Heinz Mohrmann

Wenn etwas zu Gunsten von uns Milchbauernfamilien passieren soll,dann muss es aus Brüssel kommen. Verplichtend.

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