COPA/COGECA berät über Stützungsmaßnahmen für Milchbauern

Copa-Cogeca hat am Mittwoch eine Debatte mit Europaabgeordneten und Regierungen zu den Bedürfnissen der Milcherzeuger nach dem Auslaufen der Milchquoten angestoßen und Instrumente gefordert, die den Erzeugern dabei helfen, mit immer volatileren Märkten umzugehen und einen besseren Erlös zu erwirtschaften.

Copa-Cogeca hat am Mittwoch eine Debatte mit Europaabgeordneten und Regierungen zu den Bedürfnissen der Milcherzeuger nach dem Auslaufen der Milchquoten angestoßen und Instrumente gefordert, die den Erzeugern dabei helfen, mit immer volatileren Märkten umzugehen und einen besseren Erlös für ihre Produkte zu erwirtschaften.
 
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Milch“ von Copa-Cogeca, Mansel Raymond, sagte im Rahmen der Veranstaltung „Der EU-Milchsektor: Herausforderungen der Zukunft“: „Der EU-Milchmarkt ist nun enger mit dem Weltmarkt verbunden und wird immer volatiler. Daher ist es auf diesem immer stärker vom Wettbewerb geprägten Markt essenziell, die richtigen Instrumente an der Hand zu haben, um mit extremer Marktvolatilität umgehen zu können.

Die Erzeuger müssen in der Lage sein, ihre Geschäfte besser planen zu können. Wir müssen die Entwicklung der Terminmärkte fördern, damit die Volatilität etwas abgeschwächt wird und den Landwirten geholfen werden kann, sich gegen Risiken abzusichern. Es sollten auch andere Instrumente angedacht werden, mit denen sich Landwirte gegen Risiken absichern können, wie beispielsweise Versicherungen. Bei der Unterstützung der Landwirte für ein besseres Risikomanagement spielen Milchgenossenschaften eine wichtige Rolle und werden dies auch in Zukunft tun.“
 
„Des Weiteren muss die Europäische Kommission die öffentliche Intervention angemessener gestalten, um einem Zusammenbruch des Milchmarktes vorzubeugen. Der Interventionspreis für Milch muss aktualisiert werden, um den steigenden Produktionskosten und der Marktrealität in dieser Zeit eines schweren Marktungleichgewichts Rechnung zu tragen“, betonte er.

Roquefeuil rät zur Einführung von Instrumenten

Thierry Roquefeuil, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe, sprach über zusätzliche Maßnahmen: „Erzeuger benötigen Instrumente, mit denen sie ihre Einkommen verbessern können. Das EU-Milchpaket, das auf eine Stärkung der Vertragsbeziehungen zwischen Landwirten und Verarbeitungsbetrieben und eine Verbesserung der Stellung der Landwirte abzielt, sollte in der gesamten EU umfassend umgesetzt werden.

Alle Mitgliedstaaten haben bereits gemäß dem Milchpaket Mindestanforderungen für Erzeugerorganisationen umgesetzt oder werden dies in naher Zukunft tun, um die Verhandlungsmacht der Milcherzeuger zu stärken. In fast der Hälfte der Mitgliedstaaten wurden Verträge auf verpflichtender Grundlage eingeführt, insbesondere in Ländern, in denen Milchgenossenschaften einen geringeren Marktanteil haben.

Verträge sind wichtig und müssen etwas bringen, besonders angesichts des Auslaufens der Milchquoten und der Zeiten schwerer Marktungleichgewichte. Darüber hinaus muss die Milchversorgungskette fair sein und ihre Glieder müssen verantwortungsvoll handeln. Die ebenso notwendige Offenheit und Transparenz in der Versorgungskette kann durch die vor kurzem eingerichtete EU-Milchmarktbeobachtungsstelle erreicht werden, welche aktuelle Marktdaten zur Verfügung stellt.“

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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