Milchmarkt

Positive Vorzeichen am Milchmarkt

Aktuell laufen die Kontraktverhandlungen der weißen Linie. Parallel steigen die Börsennotierungen und die Produktmärkte entwickeln sich positiv. Wie geht das Milchjahr weiter?

Seit Januar dieses Jahres hat der Kieler Rohstoffwert Milch des ife Instituts um rund 5 Ct oder 15,7% zugelegt. „Das lag zu 53 % an den höheren Verwertungen für Milchfett und zu 47 % an den höheren Verwertungen für Milchprotein. Dahinter stehen steigende Preise für Butter und für Magermilchpulver, aber auch andere Produkte“, erklärt Prof. Dr. Holger Thiele vom ife-Institut in Kiel auf Nachfrage von top agrar.

Obwohl die steigenden Börsenkurse auf bessere Milchpreise hindeuten, sorgen sie derzeit bei vielen Landwirten für Unverständnis. Fraglich ist, warum sich die seit Wochen prophezeiten besseren Auszahlungspreise noch nicht auf den Milchgeldabrechnungen zu erkennen geben.

Milchauszahlungspreise reagieren langsamer

Thiele hat dafür folgende Erklärung: „In die Milchgeldabrechnungen gehen die Verwertungen aus dem gesamten Produktportfolio an Milchprodukten und nur zum kleinen Teil Butter und Magermilchpulver ein. Außerdem gab es in einigen Fällen rückläufige Umsatzerlöse durch das weggebrochene Food-Service-Segment im letzten Jahr. Auch die Kontraktlaufzeiten seien häufig...