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Digitalisierung im Kuhstall: Vernetzt oder verheddert?

Schon seit Jahren unterstützen Assistenzsysteme Milchviehhalter in ihren Betrieben. Das bringt Arbeitserleichterung und mehr Tierwohl. Es gibt aber noch Optimierungsbedarf.

Unsere Autoren: Kathrin Asseburg, Andreas Pelzer, Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse, Nordrhein-Westfalen

Sensoren steuern einen Großteil der Technik in Milchviehställen. Neben den klassischen Sensoren für die Messung von Temperatur und Zeit gibt es inzwischen viele weitere, die z. B. am Tier die Aktivität, die Körpertemperatur, die Wiederkauschläge oder den ph-Wert im Pansen messen können.

Sensoren bieten dem Landwirt viele Vorteile, da Tierwohl und Tier­gesundheit maßgeblich verbessert werden können. Sie unterstützen den Milchviehhalter ergänzend zu seinen Tierbeobachtungen und helfen ihm, ­relevante, produktionstechnische Entscheidungen treffen zu können.

Grundvoraussetzung für die produktionsorientierte Datenanalyse sind geeignete Algorithmen. Weicht ein Parameter vom Normalwert ab, generiert das System sehr früh einen Hinweis, dass es bei dem betroffenen Tier zu einer Abweichung gekommen ist. Diese Information fordert eine Entscheidung vom Landwirt oder setzt automatisch Prozesse in Gang. Dadurch lassen sich viele Krankheiten vermeiden bzw. in ­ihrer Stärke reduzieren.

Datenkompetenz

Durch die Kombination von manuell eingegebenen Daten aus dem Herden­management, den erfassten und generierten Daten aus der Milchleistungsprüfung und den 24/7 automatisch erfassten Daten der Sensoren entstehen allerdings große Datensammlungen. Über Listengeneratoren können Milchviehhalter Zahlenkolonnen zur Analyse der Milchproduktion auswerten. Datenkompetenz bedeutet, dass Nutzer digitaler Assistenzsysteme in der Lage sind, die Daten auswählen und interpretieren zu können. Nur die gezielte und strukturierte Datennutzung führt zum Erfolg.

Doch nicht jeder Landwirt nutzt das Potenzial der vorliegenden Messwerte. Auch wenn mehr als 70 % der Milchviehhalter regelmäßig an der Milchleistungsprüfung teilnehmen, fließen die daraus resultierenden Daten sowie die Informa­tionen von Sensoren noch zu wenig in Produktionsprozesse und Entscheidungsroutinen ein. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Milcherzeuger, die so auf die Nutzung neuer Technologien sowie digitaler...

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