Milchpreisabsicherung

DMK: Festpreismodell soll Erzeuger entlasten

Das Deutsche Milchkontor (DMK) führt ein Preisabsicherungsmodell für ihre Mitglieder ein. Das soll für Planungssicherheit bei den Lieferanten sorgen. Start ist im November.

Ab November können Lieferanten von Deutschlands größter Molkereigenossenschaft einen Teil ihrer Milchmenge über das Programm „Fixed Price“ zu Festpreisen absichern, heißt es in einer Pressemittelung. Das soll für zusätzliche Planungssicherheit, für Risikominimierung und für Liquiditätssicherung der Betriebe sorgen.

Bereits Mitte 2019 startete das DMK ein Pilotprojekt mit 26 Betrieben. Während der Testphase haben die Landwirte im Echtbetrieb Absicherungsgeschäfte getätigt. „Wir konnten mit unseren Testbetrieben wertvolle Erfahrungen sammeln und das System so gestalten, dass es möglichst einfach zu handhaben ist“, sagt Dr. Klaus A. Hein, Geschäftsführer Deutsches Milchkontor eG.

In fünf Schritten zum sicheren Milchpreis

Nach Angaben der Genossenschaft muss der Landwirt nicht selbst an der Börse handeln. Die DMK Group übernimmt die Absicherung der Festpreise, die für die entsprechende Menge den DMK-Grundpreis ersetzen. Im Gegensatz zum direkten Handel des Landwirts an der Börse, entsteht so keine Liquiditätsbelastung für den Erzeuger nach erfolgter Absicherung, heißt es.

Das DMK-Modell „Fixed Price“ lässt sich in fünf Schritten erklären:

1. Zunächst kalkuliert die DMK Group auf Basis der Börsenmilchwerte Festpreise für jeweils zwölf Monate.

2. Der Landwirt kann dann entscheiden, ob und welche Mengen er zum jeweils gültigen Festpreis anbietet.

3. Das DMK sichert dann, soweit möglich, das Festpreisangebot im Rahmen von Verkäufen von Warentermingeschäften ab.

4. Der Landwirt liefert seine Milch und erhält mit der Milchgeldabrechnung den Festpreis für seine bestätigte Menge.

5. Das DMK löst gleichzeitig die Absicherungsgeschäfte auf.

Erster Handelstermin im November

Lieferanten können höchstens 30 % der durchschnittlichen Monatsmilchmenge absichern.

Von Ende September an haben DMK-Landwirte die Möglichkeit, sich für die Teilnahme am Festpreismodell zu registrieren. Der erste Handelstermin ist für den 10. November geplant, erklärt das DMK.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Schuette

Ein geeignetes Instrument...

... zum glätten der Milchpreiskurve. Kein Instrument gegen Milchpreiskrisen.

von Gerd Uken

Warum spricht es denn keiner aus

Das ist ein A / B Preis Modell u. DMK nimmt die Stellung des Brookers ein. Der Börsenpreis richtet sich nachvButter und MMP Verwertung die man kalkuliert. Demnach hätte der Milchpreis wesentlich höher liegen müssen in 2019 denn da war der Weltmarkt preis höher

von Ottmar Ilchmann

Wir brauchen keine Festpreise,

sondern Preise, die unsere Kosten decken und auch Gewinne ermöglichen. Davon ist gerade das DMK weit entfernt. Das Problem sind ja nicht so sehr die Schwankungen des Milchpreises, sondern das viel zu niedrige Niveau, um das der Milchpreis schwankt.

von Christian Ahlswede

Niemand wird gezwungen!

Es wird niemand gezwungen mit zumachen. Im Frühjahr hätte man sich Preise um die 35ct absichern können. Der eine oder andere Erzeuger hätte die Chance ergriffen.

von Michael Prantl

Planungssicherheit

Was soll Planungssicherheit wenn die nicht Wissen was Sie wollen - eins ist sicher in Deutschland muss die Landwirtschaft weg - daran planen Die in Berlin und Brüssel - dann fragen Sie wo die Bio Betriebe sind.

von Willy Toft

Hört sich gut an, am Markt vorbei geht es aber trotzdem nicht!

Die ganze Branche braucht Milchpreissicherheit über Lieferverträge, die dann auch durchgezogen werden müssen, mit Menge und Preis. Sonst bekommen wir nie Ruhe hier rein. Alles Andere ist Doktern am Blindarm, und lässt höchstens die Schmerzen etwas lindern!

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