Russland

Ekosem-Agrar öffnet Anlage für 6.000 Kühe

Die Ekosem-Agrar AG hat im russischen Nowosibirsk ihre bislang größte Milchviehanlage mit 6.000 Kühen eröffnet. Weitere 15 Anlagen mit insgesamt 50.000 Tieren sollen folgen.

Die neue Anlage steht in der Region Sibirien. In sechs Ställen mit je 1.000 Kühen und zwei Melkkarussellen will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge pro Tag 180 t Milch produzieren. Am neuen Standort arbeiten 170 Mitarbeiter. Insgesamt hält Ekosem-Agrar in der Region aktuell 12.900 Kühe und beschäftigt 1.000 Mitarbeiter im Landwirtschaftssektor.

„Die neu errichtete Anlage in Nowosibirsk ist eine der größten und modernsten Milchviehanlagen weltweit. Damit setzen wir Maßstäbe in Sachen effizienter Milchproduktion und können unseren Milch-Output in der Region auf ca. 400 t pro Tag nahezu verdoppeln“, so Stefan Dürr, Hauptaktionär der Ekosem-Agrar AG.

Insgesamt baut die Gruppe aktuell 15 Anlagen in Russland, mit einer Gesamtkapazität für rund 50.000 Milchkühe. Alle Anlagen unterliegen einem Förderprogramm der russischen Regierung.

Ekosem-Agrar AG, Walldorf, ist die deutsche Holdinggesellschaft der Ekoniva Gruppe. Mit einem Bestand von knapp 149.000 Rindern (davon rund 77.640 Milchkühe) und einer täglichen Milchproduktion von ca. 2.070 t Rohmilch ist die Gesellschaft der größte Milchproduzent Russlands. Die Gruppe bewirtschaftet eine landwirtschaftliche Nutzfläche von über 554.000 ha und zählt zu den führenden Saatgutherstellern Russlands.

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Artikel geschrieben von

Julia Hufelschulte

Redaktion Rind

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Schuette

Das Verherrlichen von Großbetrieben ist genau so falsch wie das Verteufeln. In der Größe gibt es Vor- und auch Nachteile.

von Gerald Hertel

Die russische Mentalität wird alles wieder zunichte machen

von Heinrich Esser

@Bothe

Ich frage mich, warum die von Ihnen hochgelobte industrielle Landwirtschaft immer im Zusammenhang mit Subventionen stehen. Anscheinend sind diese doch nicht so effizient (siehe auch KTG Agrar). Es geht nunmal nichts über den Familienbetrieb, auch wenn Politik und DBV dagegen sind.

von Christian Bothe

Milchpreis

@Ilchmann,da sollten Sie und Ihr Verein als Genossen(falls das so ist)des Milchhofes etwas dagegen tun, damit die Russen nicht liefern können. Mal mit dem DBV reden, zumal Ruckwied wieder COPA- Präsident ist und nicht gegeneinander polemisieren. Teile und herrsche wie im alten Rom bringt keinen weiter, gerade gegenüber der Industrie nicht. So verschieden dürften ja in diesem Fall die Interessen nicht sein...

von Gerd Uken

Ich hab mir unter Sibirien immer was

anderes vor gestellt....... Das es mit 6000 Kühen geht zeigtet jetzt ja- nur die Umstände dort sind auch sicherlich anders. Dort ist die Nitratrichtlinie genauso wenig angekommen wie CO2 Reduzierung. Da muss ja eine gewaltige Logistik dahinter stecken - Fazit: andere Länder andere Gebräuche

von Christian Bothe

Industrielle Milchproduktion

Einfach toll was Dürr macht und so geht industrielle Milchproduktion! Effektiv und modern.Das wird den „Andersgläubigen“ zwar nicht gefallen, zeigt aber wie LW geht und auch Ostdeutschland ist ein Beweis dafür.

von Heinrich Albo

Das wären dann 35 Kühe ....

pro Mitarbeiter...

von Ottmar Ilchmann

@Zahn: Keine Angst vor Dürr!

Russische Milch stellt keine Gefahr dar, denn unsere deutschen Genossenschaftsmolkereien werden die russische Konkurrenz einfach unterbieten und so ihre Marktanteile halten.So billig wie wir kann keiner liefern!

von Matthias Zahn

Zieht euch warm an.....

Wenn Dürr so weiter macht, wird sich die Aufhebung der Russlandsanktionen ganz anders darstellen als erhofft. Dann liefern die Russen Milch auch zu uns. Mit einem Stand für russische Milchprodukte auf der Grünen Woche wurde dieses Ziel schon mal ins Auge gefasst...... Putin entdeckt gerade wieviel Reserven noch in der russischen Landwirtschaft schlummern, lässt Brachland wieder nutzbar machen und pumpt Fördergelder in die Tierhaltung. Da kommt noch was auf uns zu.....

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