England will Lebendtierexport nach Brexit verbieten

Großbritannien will die Tierschutzstandards beim Transport verschärfen. Nach dem Brexit sei ein generelles Exportverbot von Schlachttieren möglich. Das Vereinigte Königkreich will so weltweit führend im Bereich Tierschutz werden.

Rind (Bildquelle: Archiv)

Großbritannien will die Tierschutzstandards beim Transport verschärfen. Nach dem Brexit sei ein generelles Exportverbot von Schlachttieren möglich. Das Vereinigte Königkreich will so weltweit führend im Bereich Tierschutz werden.
 
Die Regierung prüft, ob nach dem Brexit der Export von Schlachttieren aus Tierschutzgründen ganz verboten werden soll. Wie das britische Landwirtschaftsministerium in London mitteilte, wurde dazu nun ein sechswöchiges Konsultationsverfahren gestartet. Beteiligte aus der Branche, die dezentralen Behörden, gemeinnützige Verbände und die Öffentlichkeit wurden aufgerufen, Stellungnahmen darüber abzugeben, wie die Regierung generell Tierschutzstandards beim Transport nach dem EU-Austritt Großbritanniens erhöhen könnte.
 
Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Michael Gove werden dabei alle Optionen geprüft, einschließlich eines möglichen Verbots des Lebendexports von Schlachtvieh. Verbesserungen beim Lebendtransport seien ein Teil des Reformprogramms der Regierung, um die Position als weltweiter Führer im Bereich Tierschutz nach einem „grünen Brexit“ zu festigen. „Wir haben einige der höchsten Tierschutznormen der Welt, die wir weiter stärken“, erklärte Gove. Er verwies auf die kürzlich eingeführte Videoüberwachung in Schlachthöfen und die Heraufsetzung der Höchststrafen für Tierquälerei auf fünf Jahre.
 
Nach Angaben des Ministeriums werden jährlich mehr als 4 000 Schafe aus Großbritannien nach Kontinentaleuropa zur Schlachtung transportiert. Der Präsident des britischen Veterinärverbandes (BVA), John Fishwick, erklärte: „Wir sind der Meinung, dass Nutztiere möglichst nahe am Ort der Produktion geschlachtet werden sollen. Die Tiere sollen als Fleisch und nicht lebend transportiert werden.“

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