Bayern

Erleichterung für Betriebe mit Futterknappheit

In einigen bayerischen Landkreisen ist die Futternutzung von Zwischenfrüchten und Untersaaten freigegeben.

Aufgrund der Hochwasser- und Starkregenereignisse in einigen Gebieten Deutschlands wird eine uneingeschränkte Futternutzung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit Zwischenfruchtanbau oder Untersaaten in den betroffenen Gebieten ermöglicht. Das teilte der Bayerische Bauernverband mit.

Folgende Landkreise sind in Bayern davon erfasst: Ansbach, Berchtesgadener Land, Erlangen/Höchstadt, Forchheim, Fürth, Haßberge, Hof, Kitzingen, Miesbach, Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim, Oberallgäu, Rosenheim, Roth, Schweinfurt, Traunstein und Würzburg. Zudem die kreisfreien Städte Ansbach, Erlangen, Fürth, Hof und Schweinfurt. Hier wurden bereits die ÖVF-Brachen zur Futternutzung freigegeben.

Diese Freigabe kann von Landwirten in den betroffenen Gebieten ab sofort ohne Antragsstellung genutzt werden. Alle weiteren Auflagen, wie mindestens zwei Komponenten bei der Saatgutmischung der ÖVF-Zwischenfruchtmischung oder die Möglichkeit des Umbruchs nicht vor dem 15. Januar, gelten unabhängig davon weiter. Der Aufwuchs dieser ÖVF-Flächen muss acht Wochen nach der Saat auf der Fläche stehen und darf dann erst genutzt werden.

Unabhängig davon besteht bayernweit die Möglichkeit, eine Ausnahmesituation wegen ungünstiger Witterungsereignisse (z. B. Hagelschlag) auch im Einzelfall durch das Landwirtschaftsamt nach einer fachlichen Bewertung, ob für den Betrieb ein Futtermangel besteht, anzuerkennen. Betriebe, die die Ausnahmeregelung nutzen wollen, sollten sich umgehend an ihr Landwirtschaftsamt wenden. Auch die Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe zwischen Ackerbau- und Futterbaubetrieben ist möglich.

Die entsprechenden Düngevorgaben der Düngeverordnung vor Ort sind zu beachten.

Der Deutsche und Bayerische Bauernverband hatten sich intensiv für diese Möglichkeit der Futternutzung eingesetzt, die gerade Tierhaltungsbetrieben hilft, die Schäden am Aufwuchs durch Hochwasser oder Starkregen zu verkraften haben.


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