Milchmenge planen und steuern

Erste Reaktionen zum ife-Bericht für das BMEL Premium

Auf top agrar-Nachfrage kommentieren erste Milchverbände die Inhalte des ife-Abschlussberichts zum Thema "Mengenplanung und Mengensteuerung auf Molkereiebene".

Den Abschlussbericht des ife-Instituts für Ernährungswirtschaft mit dem Titel „Übersicht, Ableitung und Bewertung von in der Praxis umsetzbaren Mengenplanungs- und Mengensteuerungsmodellen auf Molkereiebene“ hatte die Branche mit Spannung erwartet. Denn er dürfte eine wichtige Diskussionsgrundlage für die Agrarministerkonferenz im Frühjahr sein. Dort werden voraussichtlich die Beratungen über die Modernisierung der Milchlieferbeziehungen sowie möglichen Änderungen des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktordnung weiterlaufen. Die Zusammenfassung des Abschlussberichts lesen Sie hier.

top agrar hat verschiedene Verbände nach einer ersten Einschätzung zu den Inhalten des Abschlussberichts gebeten.

MIV studiert Schlussfolgerungen

"Mit großem Interesse nehmen wir das Gutachten zur Kenntnis und studieren dessen Schlussfolgerungen. Dies tun wir auch im Angesicht der Erstellung einer Sektorstrategie sowie den sich täglich ändernden Vorschlägen im Brüsseler Parlament zum gleichen Sachverhalt (Artikel 148 der GMO)", sagt Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer vom Milchindustrie-Verband ...

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Niederlande diskutieren über Halbierung des Viehbestandes

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Renke Renken

Zu Paul Lieb,

"sinkende Preise mit Mehrerzeugung kompensieren" darf nicht möglich sein - läßt sich ganz einfach lösen, in dem man konsequent die chronische Überbelegung von Milchviehställen unterbindet. Kühe : Stallplätze 1 : 1, punkt aus fertig!

von Paul Lieb

Mengenproblem

Seh ich auch so! Wenn wir in Europa bei normalem Wetter in allen Regionen eine ausreichende Futter- versorgung haben, haben wir eigentlich immer zuviel Rohmilch und somit einen Käufermarkt in dem man mit dem Milcherzeuger "Hugoles" spielen kann. Oder warum sonst müssen wir den "Mainstream" der letzten Zeit so demütig erdulden. Was wir brauchen, wäre ein Automatismus, der die Milcherzeuger rechtzeitig dazu animiert die Produktion zumindest nicht weiter zu steigern, wenn der Markt zusätzliche Milch nur noch verramschen kann. Und zwar bevor der gesamte Milchpreis total am Boden ist. Der Logig in der Milcherzeugung, und das gibt es nur bei den Milchbauern und sonst nirgends: sinkende Milchpreise mir Mehrmenge zu kompensieren darf nicht mehr möglich sein!!

von Gerd Uken

Wann kommt denn die Sektorstrategie

Das jeder nur vom eigentlichen Problem ablenken will ist klar. Wir haben ein Mengenproblem und das schon seit 2008....... davon spricht keiner mehr. Bei den Molkereien....

von Gerd Schuette

Das BMEL hat das Ife beauftragt ein Gutachten mit besonderen Blick auf die Stärkung der Milcherzeuger in der Wirtschaftskette zu erstellen. Zumindest in der Zusammenfassung ist hiervon nicht viel zu finden. Das Herr Heuser und Herr Schmidt ebenfalls nichts zur Stärkung der Milcherzeuger in der Wertschöpfungskette beisteuern, ist wenig verwunderlich.

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