EU-Milchanlieferungen spürbar gestiegen

Die Milchbauern in der Europäischen Union haben in der ersten Jahreshälfte 2018 mehr Milch ermolken als in der Vorjahresperiode. Nach Angaben der EU-Kommission belief sich die an Molkereien gelieferte Rohstoffmenge von Januar bis Juni auf 80,98 Mio t; das waren rund 1,8 % mehr als im ersten Halbjahr 2017.

Die Milchbauern in der Europäischen Union haben in der ersten Jahreshälfte 2018 mehr Milch ermolken als in der Vorjahresperiode. Nach Angaben der EU-Kommission belief sich die an Molkereien gelieferte Rohstoffmenge von Januar bis Juni auf 80,98 Mio t; das waren rund 1,47 Mio t oder 1,8 % mehr als im ersten Halbjahr 2017. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es in den ersten Monaten 2017 noch Programme zur Drosselung der Milchproduktion gab. In 18 Mitgliedstaaten stieg laut Kommission die Milcherzeugung gegenüber der ersten Jahreshälfte 2017, in zweien blieb sie praktisch unverändert und in acht Ländern ging die Produktion zurück. Besonders kräftig legte den Zahlen aus Brüssel zufolge die erfasste Milchmenge in Bulgarien zu, nämlich um 13,4 %. Vergleichsweise hohe Zuwachsraten von 7,9 % beziehungsweise 7,3 % wurden zudem aus Luxemburg und Rumänien gemeldet.

Für Deutschland als wichtigstem EU-Milchproduzenten wird ein Anstieg des Rohstoffaufkommens um 531 500 t oder 3,3 % auf 16,60 Mio t ausgewiesen. Bei den zweitplatzierten Franzosen nahm die Milchmenge um 1,5 % auf 12,92 Mio t zu. Die irischen Milchbauern, die im vergangenen Jahr ihre Produktion noch kräftig erhöht hatten, lieferten von Januar bis Juni 2018 etwa ebenso viel Rohstoff an ihre Molkereien wie im Vorjahreszeitraum. Gleiches galt für die Berufskollegen aus der Slowakei. Weniger Milch wurde dagegen in Ungarn, den Niederlanden, Malta, Schweden, Griechenland und Lettland gemolken, wo die Erzeugung zwischen 1,3 % und 2,1 % rückläufig war. Im Vergleich dazu fiel die Einschränkung in Litauen mit 0,5 % geringer, in Kroatien mit 3,0 % aus.

Die größere Milchmenge nutzten die EU-Molkereien unter anderem zur Steigerung der Magermilchpulverproduktion; diese nahm gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 4,8 % auf fast 757 000 t zu. Zudem wurden die Erzeugung von Käse um 2,1 % auf 4,70 Mio t und die von Butter um 1,4 % auf 1,13 Mio t ausgedehnt. Dagegen reduzierten die Molkereien die Herstellung von Vollmilchpulver um 4,5 % auf 345 500 t und die von Trinkmilch um 1,0 % auf 14,98 Mio t.

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Diskussionen zum Artikel

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von Martin Steinbach

Bitte um Erklärung...

Wie kann es sein, dass in weiten Teilen Deutschlands Trockenheit herrscht und die Milchanlieferung trotzdem steigt? Wie erkläre ich das bitte den Nichtlandwirten? DIe Meldung kann doch nicht den Zustand der Betriebe widerspiegeln. Warum sonst VIehabstockung und Futterzukauf. Hat sich jemand Gedanken gemacht wie diese Meldung auf Verbraucher wirkt?

von Gerd Uken

Ihr vergesst die Einkäufer

Die besorgen sich Sahne u. Butter da wo es am günstigsten ist u. Wenn die Butter auf 7€+/kg geht dann kommt die woanders her - Blockware meine ich.

von Eibo Eiben

EU - Milchanlieferungen ... + 1,8% (1. Hj. 2017 !!!)

… im "Dürrewinter" 2018/2019 -> ~ 5% weniger Milchanlieferungen (Nordhälfte ~10% ???) ? - -> … Milchpreis -> + 30% -> > 40 ct/kg nicht "unrealistisch" ...

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