EU-Molkereien zahlen Rekord-Milchpreise

Führende Molkereien in der EU haben im August 2013 ihre Milchpreise weiter erhöht und Rekord-Milchgelder gezahlt. Besonders die deutschen Milchbauern haben davon profitiert.

Führende Molkereien in der EU haben im August 2013 ihre Milchpreise weiter erhöht und Rekord-Milchgelder gezahlt. Besonders die deutschen Milchbauern haben davon profitiert.

Der vom niederländischen Bauernverband (LTO) im Rahmen eines internationalen Vergleichs errechnete Durchschnittspreis von 16 größeren Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für eine Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß legte gegenüber dem Vormonat Juli um fast 1,0 Cent oder 2,6 % auf 38,79 Cent/kg zu. Sehr viel deutlicher fiel das Plus im Vergleich zum August 2012 aus: Binnen Jahresfrist hat sich die Auszahlungsleistung der Molkereien im Schnitt um 6,0 Cent/kg oder gut 18 % verbessert. Da einige Milchverarbeiter bereits weitere Aufschläge angekündigt haben, dürfte 2013 nach Einschätzung der LTO als Rekordmilchpreisjahr in die Geschichte eingehen.

Die deutschen Milchbauern haben laut LTO-Analyse besonders stark vom europaweiten Anstieg der Preise profitiert; sie bekamen zuletzt ihren Rohstoff gut ein Drittel höher vergütet als ein Jahr zuvor. Die Genossen des Deutschen Milchkontors (DMK) erhielten im August mit 38,06 Cent/kg für ihre Standardmilch rund 1 Cent mehr als im Juli; Lieferanten der Alois-Müller-Molkerei durften sich über ein Plus von 0,5 Cent auf 38,40 Cent/kg freuen. Damit zahlten die deutschen im Vergleich erfassten Unternehmen rund 10 Cent/kg mehr als im August 2012.

Die höchsten Milchpreise ließen sich hierzulande jedoch nicht erzielen; dies blieb im August den Lieferanten des finnischen Verarbeiters Hämeenlinnan mit 44,68 Cent/kg vorbehalten. Eine überdurchschnittliche Auszahlungsleistung von jeweils mehr als 40 Cent/kg wurde auch für die französische Danone, die niederländische FrieslandCampina und die italienschen Molkerei Granarolo festgestellt. Am unteren Ende der LTO-Tabelle rangierte First Milk aus dem Vereinigten Königreich, die es teilweise auch wechselkursbedingt nur auf eine Auszahlungsleistung von 34,85 Cent/kg brachte und damit lediglich 6,8 % mehr für die Milch bezahlte als im August des Vorjahres. (AgE)


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