European Milk Board

Europäische Milcherzeuger fordern Kriseninstrument

Vertreter 15 europäischer Staaten sprechen sich für ein Instrument zur Krisenerkennung auf dem Milchmarkt aus.

Die europäischen Milcherzeuger haben unter den Milchpreiseinbrüchen der letzten Jahre stark gelitten, teilt das European Milk Board (EMB) mit. Ein erster Schritt die Krisenanfälligkeit des Milchsektors zu verringern, sei ein Instrument zur Früherkennung auf europäischer Ebene zu installieren und bei Krisen mit effizienten Maßnahmen schnell zu reagieren. Dazu berieten sich Milcherzeuger auf einer internationalen Konferenz in Italien.

„Als wirksam kriseneindämmend hat sich der freiwillige Lieferverzicht gezeigt. Die Intervention und private Lagerhaltung hingegen konnten und können eine Krise nicht verhindern. Im Fall der Intervention kann es im Gegenteil noch zu einer anschließenden Mehrbelastung des Marktes kommen“, sagt Sieta van Keimpema, Vizepräsidentin des EMB.

Das EMB fordert deshalb den Einsatz des Marktverantwortungsprogramms (MVP), das als Rahmenkonzept Maßnahmen zur Krisenvermeidung enthalte und in Zukunft in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU eine wichtige Rolle spielen solle. Auch bei Marktverwerfungen durch Ereignisse wie den Brexit oder politisch motivierte Importbeschränkungen lasse sich das MVP wirkungsvoll einsetzen.

Artikel geschrieben von

Julia Hufelschulte

Redaktion Rind

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Diskussionen zum Artikel

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von Renke Renken

Wir werden

es wahrscheinlich nie lernen, aber so lange wir nicht in der Lage sind die Mengen zu verringern, wenn der Markt sie nicht braucht, wird das nichts. Und die Politik will es sowieso nicht, es muß alles billig sein, sonst implodiert das System. Das war ja auch der Grund der Quotenabschaffung, damit alles dauerhaft unter Wert verramscht wird.

von Willy Toft

Da sprechen wir schon über "Jahre" davon!

Vorschläge hat es genug gegeben, auch kurzfristige Anpassungen besprochen, aber die Quote will so wirklich Keiner mehr! Es gilt dem Handel die Stirn zu bieten, damit wir mal auf Augenhöhe verhandeln können!

von Gerd Uken

So lange wie dies in den Köpfen der Üolitiker

Immer noch als“ Quote“ abgespeichert ist und sie die Flexibilität nicht verstanden haben, so lange werden wir nicht das Ziel der angepassten Mengenregulierung installiert bekommen. Es soll ja ganz wenige Ausnahmen geben die es verstanden haben . So lange der Alleinvertretungsverband immer noch auf den MIV / DRV hört wird er es auch nicht der Politik vorschlagen-ich kann nur hoffen das da noch Einsicht kommt sonst bekommen wir demnächst auch Australische Verhältnisse ! Frau Klöckner hat die Macht den Paragraphen 148 um zu setzen nur sie spielt auch auf Zeit

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