Fonterra senkt Milchpreis-Prognose

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra senkt seine Milchpreis-Prognose für 2018/2019 um umgerechnet etwa 1 €-Cent auf 26 bis 27 €-Cent/kg nach europäischen Inhaltsstoffen. Gleichzeitig schraubt er die erwartete Milchmenge um 1,3 % auf 1,55 Mio. kg Milchfeststoffe nach oben.

Fonterra senkt die Milchpreis-Prognose. (Bildquelle: Werkbild)

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra senkt seine Milchpreis-Prognose für 2018/2019 um umgerechnet etwa 1 €-Cent auf 26 bis 27 €-Cent/kg nach europäischen Inhaltsstoffen. Gleichzeitig schraubt er die erwartete Milchmenge um 1,3 % auf 1,55 Mio. kg Milchfeststoffe nach oben.

Fonterra erwartet für das Milchwirtschaftsjahr 2018/2019 nicht wie ursprünglich verkündet einen Milchpreis von 6,75 NZ-$ pro kg Milchfeststoff, sondern nur noch von 6,25 bis 6,50 NZ-$ pro kg Milchfeststoff. Geschäftsführer Miles Hurrell führt das darauf zurück, dass die weltweite Milchmenge stärker steige als die Nachfrage. Die größten Milchzuwächse sieht er in den USA, in Europa und in Argentinien. Auch Neuseeland sei gut in die Saison gestartet. Deshalb korrigiert er die erwartete Milchmenge von 1,525 auf 1,55 Mio. kg Milchfeststoff nach oben.

Die steigenden Milchmengen würden nicht mit der aktuellen weltweiten Nachfrage zusammenpassen, sagt Hurrell. Die Produktpreise an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) seien zuletzt alle gefallen. Der Geschäftsführer schränkt aber ein, dass exakte Prognosen aufgrund der Volatilität schwierig seien.

Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Lindner

Es ist komisch. Neuseeland sieht höhere Milchmengen, verursacht durch Amerika, Argentinien und Europa,. Amerika sieht Zuwächse in Neuseeland, Argentinien und Europa. Und Europa, vor allem auch Deutschland sieht die Schuldigen in Argentinien, Amerika und Neuseeland. Jeder hat Angst vor dem Untergang und in jedem Land sind die leidtragenden die Landwirte, vor allem der Satz, das Angebot übersteige die Nachfrage sagt doch schon alles. Dies soll nun mal jemand verstehen.

von Gerald Hertel

kein Problem und weiter melken denn bei uns gibt es zu Weihnachten 40 Cent pro Liter :-)

von Gerd Uken

Am einfachsten wäre es

Wir machen es wie Pfälzer Winzer, die lassen 10% der Trauben hängen weil sie sonst ihre ha Menge überschreiten würden- da redet keiner von die tun es einfach.

von Gerd Uken

Ist ja nur nee kleine Delle

Kopf hoch es geht auch wieder aufwärts Das Phänomen ist nur das der Milchpreis in VS extrem niedrig ist und trotzdem mehr gemolken werden soll???

von Renke Renken

Zitat Dr Hemme:

Die Produktionssteigerung bei Milch würde nicht schritthalten mit der Verbrauchssteigerung! Wenn mwn das hier liest, dann können wir uns ungefähr vorstellen, wo die Reise mit den Milchpreisen hingeht zum nächsten Frühjahr.

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