Umstrukturierung

FrieslandCampina beschließt Änderung der genossenschaftlichen Leitung

Der Mitglieder der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina U.A. haben Änderungen in der genossenschaftlichen Leitung zugestimmt und über ein neues System der Mitgliederfinanzierung entschieden.

Der Mitgliederrat der niederländischen Molkereigenossenschaft Zuivelcoöperatie FrieslandCampina U.A. hat einer Reihe von Änderungen in der genossenschaftlichen Leitung zugestimmt. Außerdem wurde der Mitgliederrat über die unlängst vom Unternehmen angekündigte Beschleunigung der Transformation informiert. Das meldet die Molkerei.

Mit den Änderungen wolle die Genossenschaft eine stärkere Einbindung der Mitglieder und Distriktratsmitglieder in die Beschlussfassung und dadurch breitflächigere Zustimmung zur Beschlussfassung bewirken. Um die Tatkraft und Flexibilität der Genossenschaft weiter zu verbessern, werde außerdem die Zahl der Distrikte von 21 auf 14 gesenkt. Im Einklang damit verringere sich die Zahl der Mitglieder des Mitgliederrats mittels einer Übergangsregelung von 210 auf 140 Mitglieder. Die Änderungen in der Satzung treten im Juni 2021 in Kraft.

Neues System der Mitgliederfinanzierung

Im Jahr 2019 habe die Genossenschaft festgelegt, dass über ein neues, zukunftsfähiges System der Mitgliederfinanzierung nachgedacht werden solle. Der Grund dafür war, dass das zum Zeitpunkt der Fusion im Jahr 2008 entstandene jetzige System, nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Ein wichtiges Element des neuen Systems sei beispielsweise die Verknüpfung der angelieferten Milchmenge mit dem einzuzahlenden Kapital. Während der ersten Monate des Jahres 2021 will die Genossenschaft nun mögliche Struktur und Instrumente für das künftige System der Mitgliederfinanzierung näher ausarbeiten.

Aktuelle Entwicklungen im Unternehmen

Zudem habe FrieslandCampina die Mitglieder des Mitgliederrats über die jüngsten Entwicklungen im Unternehmen, insbesondere über die angekündigte Beschleunigung der Transformation, informiert.

Diese soll sichauf fünf Schwerpunkte beziehen:

  1. Beschleunigte Durchführung der Unternehmensstrategie „Our Purpose, Our Plan“.
  2. Erfolgreiche Implementierung eines neuen Marktzugangs für das Kindernahrungsgeschäft in Hongkong/China.
  3. Optimierung der Organisation und somit strukturelle Kostensenkung
  4. Verstärkung des Eigenkapitals des Unternehmens.
  5. Beibehaltung und weitere Verstärkung der kennzeichnenden Unternehmenskultur.

Der Ankündigung dieser Transformation sei in diesem Jahr die Ankündigung verschiedener Entscheidungen gefolgt. Dazu gehörten unter anderem die Beendung der Pulverproduktion an den beiden niederländischen Standorten Dronrijp und Gerkesklooster und die Schließung des Standortes Dronrijp. Außerdem habe FrieslandCampina Germany angekündigt, sich noch stärker auf seine Kernmarken Landliebe, Chocomel und Valess auszurichten und die Produktion unprofitabler Mengen und Produkte in Köln und Heilbronn abzubauen.

Unternehmensstruktur ändert sich

Zur Optimierung der Unternehmensstruktur, zur stärkeren Fokussierung und zur strukturellen Senkung der Overhead-Kosten, wolle FrieslandCampina zwei neue Geschäftsbereiche bilden. Zunächst einmal FrieslandCampina Professional, zuständig für alle hochwertigen Business-to-Business-Aktivitäten (Out-of-Home und Foodservice) des Unternehmens. Die jetzige Business Group Dairy Essentials werde sich im Jahr 2021 zu einem auf den Handel spezialisierten Bereich umgestaltetn, FrieslandCampina Trading. Dieser Geschäftsbereich soll sich auf den Handel mit Massenprodukten im Molkereisegment, wie Butter, Käse und Milchpulver, ausrichten. Infolge dieser Änderungen der Unternehmensstruktur sollen in den Business Groups 55 Stellen entfallen.

Nachhaltigkeitsstrategie eingeführt

Außerdem führe FrieslandCampina seine neue Nachhaltigkeitsstrategie ein: „Nourishing a Better Planet“ – Ernährung eines besseren Planeten. Mit dieser Strategie fokussiere das Unternehmen diese Zielsetzungen:

  1. Bessere und erschwingliche Ernährung für alle
  2. Bessere Einkünfte für Bauern
  3. Besseres Klima, CO₂-neutrale Zukunft
  4. Bessere Natur, Förderung der Biodiversität
  5. Bessere Verpackungen 100 % zirkulär
  6. Besserer Einkauf, 100 % nachhaltige Rohstoffe


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