Molkereiwirtschaft

FrieslandCampina nimmt neue Mitglieder auf

Die niederländische Molkereigenossenschaft will neue Mitglieder in Deutschland, Belgien und den Niederlanden aufnehmen. Eine ausreichende Größe sei notwendig für eine attraktive Genossenschaft.

Anfang Juni entschied die niederländische Molkereigenossenschaft FrieslandCampina neue Mitglieder im Einzugsgebiet Deutschland, Niederlande und Belgien aufzunehmen.

Sybren Attema, Vorsitzender der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina U.A., erläutert den Hintergrund in einer Pressemitteilung: „Wir wollen für unsere Mitglieder eine attraktive Genossenschaft sein und bleiben. Dazu ist eine ausreichende Größe wichtig." Das trage zu Kontinuität, einer guten Wettbewerbsstellung, optimaler Nutzung des Produktionsnetzwerks sowie einer breitflächigen Verfügbarkeit der Produkte und Marken am Markt bei.

Finanzierung der Aufnahmegebühr

Um den Erwerb der Mitgliedschaft über eine Kooperationsform mit einem jetzigen Mitglied zu erleichtern, wurde der Zeitraum der Kooperation von fünf Jahren auf drei Jahre verkürzt, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem ist die Genossenschaft offen für neue Mitglieder, die mit einem Betrieb anfangen oder aktuell an einen anderen Abnehmer liefern. Um die Aufnahme für neue Mitglieder zu erleichtern, senkte FrieslandCampina die Aufnahmegebühr von 15 € auf 5 €/100 kg Milch. Zur Finanzierung der Aufnahmegebühr bietet der Milchverarbeiter nach eigenen Angaben Zahlungsmöglichkeiten an. Denn zusätzlich zur Aufnahmegebühr müssen neue Mitglieder Milchzertifikate für 8 €/100 kg Milch kaufen.

Foqus-planet-Anforderungen erfüllen

Bei einem Antrag auf Mitgliedschaft prüft die Molkerei, ob die Milch des potenziellen Mitglieds zu dem passt, was das Unternehmen verarbeiten und woraus es Wertschöpfung erzielen kann. Neue Mitglieder müssen die Anforderungen von Foqus planet erfüllen, dem Qualitäts- und Nachhaltigkeitsprogramm von FrieslandCampina. Die Betriebe müssen außerdem Entwicklungspotenzial beim Thema Nachhaltigkeit haben. Anbindehalter nimmt der Milchverarbeiter nicht auf.

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