Geschäftsjahr 2019

Geschäftsbericht: Hochwald zahlte 2019 überdurchschnittlich gut aus

Investitionen von rund 100 Mio. €, eine gesteigerte Eigenkapitalquote sowie ein überdurchschnittlicher Milchauszahlungspreis kennzeichnen das Hochwald-Geschäftsjahr 2019.

2019 erhielten die Milchlieferanten der Muttergenossenschaft einen überdurchschnittlichen Milchpreis von 34,2 ct/kg. Nach eigenen Angaben konnte der Milchverarbeiter die Eigenkapitalquote trotz einer gestiegenen Bilanzsumme auf 34,2 % (Vj.: 33,4 %) erhöhen. Das strategische Ziel, einen überdurchschnittlichen Milchpreis auszuzahlen, sei erreich worden. Der Umsatz liege mit 1,53 Mrd. € leicht unter dem Vorjahr, heißt es weiter. Die Exportquote habe 45,9 % betragen (Vj.: 45,5 %). Den Angaben von Hochwald zufolge hat sich das Eigenkapital des Konzerns auf 218,9 Mio. € (Vj.: 190,7 Mio. €) erhöht. Die Eigenkapitalquote sei von 33,4 % auf 34,2 % gestiegen.

Hohe Investitionen

Insgesamt 100,2 Mio. € habe der Milchverarbeiter 2019 an den Standorten in Thalfang (Rheinland-Pfalz), Hünfeld (Hessen) und Mechernich (Nordrhein-Westfalen) getätigt. Ein erheblicher Teil sei in den Bau der neuen Molkerei am Standort Mechernich (Nordrhein-Westfalen) geflossen.In Thalfang sei die Installation einer vierten Kondensmilchlinie umgesetzt worden. Im Käsewerk Hünfeld habe die Molkerei in die Ausweitung der Kapazitäten investiert. Der Neubau des Molkereistandortes in Mechernich, das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Unternehmens, verlaufe trotz der Corona-Pandemie im Budgetrahmen und Zeitplan.

Tabelle

Der Gesamtumsatz des Unternehmens fiel 2019 etwas geringer aus als im Vorjahr. (Bildquelle: Hochwald)

Entwicklungen 2020

Hochwald habe während der Coronakrise sehr schnell die erforderlichen Schutzmaßnahmen in Produktion und Verwaltung umgesetzt. Die Versorgung der Produktionswerke mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Auslieferung der Fertigwaren sei weitestgehend reibungslos verlaufen.

Laut Pressemitteilung ist die Geschäftsausrichtung der Hochwald-Gruppe hauptsächlich auf den weltweiten Handel fokussiert, das sogenannte Großverbrauchersegment mit Hotels, Restaurants und Kantinen werde nur mit geringen Mengen bedient.

Gute Aussichten trotz Krise

Detlef Latka, Chief Executive Officer, geht davon aus, dass sich die Hochwald-Gruppe trotz der Pandemie annähernd stabil entwickeln wird. Grund dafür sei die Ausgewogenheit der Vermarktungsstruktur sowie das breite Sortiment an Molkereiprodukten. Das habe Hochwald 2019 mit der Übernahme der Almil-Gruppe weiter forciert. Das Molkereiunternehmen erweitere mit der Beteiligung die Kapazitäten im Tradingbereich und sichere sich eine höhere Flexibilität bei den Rohstoffströmen.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Uken

Wie schön für die Hochwald

Unsere LWKammer hat ausgerechnet das unsere Molkereien 5 Cent / kg weniger ausgezahlt haben......was sagt uns das jetzt???

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