Milchmarkt

Globales Milchangebot bleibt unter Vorjahresniveau

In den ersten sieben Monaten von 2019 hat bei den mengenmäßig bedeutenden Exporteuren von Milchprodukten das Angebot für den Weltmilchmarkt in der Summe leicht abgenommen.

Den uneinheitlichen, aber insgesamt leicht steigenden Tendenzen in der EU und den USA standen dabei Rückgänge in Australien und Neuseeland gegenüber. Im Juli bewegte sich das globale Angebot weitgehend auf dem Vorjahresniveau.

Das Angebot am Weltmarkt, festgemacht an den Produktionsmengen der mengenmäßig bedeutenden Exporteure EU, USA, Neuseeland und Australien ist 2019 leicht zurückgegangen. Bereits seit November des Vorjahres wurde beim aggregierten Milchaufkommen der wichtigen Anbieter die Vorjahreslinie leicht unterschritten. In den einzelnen Exportstandorten waren die Entwicklungen zumeist gegenläufig, wodurch sich Anstiege und Rückgänge größtenteils ausglichen. Dennoch dominierten die geringeren Produktionsmengen, vor allem auf der Südhalbkugel, das Gesamtbild. Von Januar bis Juli 2019 lag die Milchproduktion in den genannten Ländern bei gut 167 Millionen Tonnen Milch und damit um 0,1 Prozent oder 0,2 Millionen Tonnen knapp unter den Mengen des entsprechenden Vorjahreszeitraumes.

Im Juli entsprach die aggregierte Milchproduktion der mengenmäßig bedeutendsten Exporteure nahezu dem Niveau von 2018, nachdem dieses in den beiden Monaten zuvor geringfügig unterschritten wurde. Dies lag an der Stabilisierung der Milchmengen in den USA und der EU. In den Vereinigten Staaten erreichte die Produktion, nach rückläufigen Tendenzen in den Vormonaten, erneut die Vorjahreslinie. Die Gemeinschaft meldete, nach ebenfalls leichten Rückgängen im Mai und Juni, zu Beginn der zweiten Jahreshälfte leichte Zuwächse um 0,4 Prozent. Auch in Neuseeland stehen die Zeichen seit Juni wieder auf Wachstum. Mit 4,6 Prozent war der Anstieg gegenüber dem Vorjahr hier aber weniger stark als noch im Juni, in dem ein Wachstum von 14,1 Prozent erreicht wurde. Der nach wie vor deutliche Rückgang in Australien (-8,4 Prozent) führte am Ende jedoch im Juli in der Gesamtbetrachtung gegenüber dem Vorjahr weitgehend zu einem Nullsummenspiel. AMI


Diskussionen zum Artikel

von Norbert Post

@Schütte

Ich hatte immer geglaubt, dass hier die Milchwertbestimmung neutral erfolgt, nichts dergleichen ist der Fall. Langfristig geht damit der Milchpreis gegen Null, jeder schneller die Kosten und Gewinnmargen in der Industrie steigen, desto schneller. Das da so ein Institut ständig zitiert ... mehr anzeigen

von Gerd Schuette

Bei der Berechnung des Kieler Rohstoffwertes werden die Notierungen genommen , die Kosten bis zum Kunden abgezogen und der Rest ist für die Milcherzeuger. Bei dieser Denke ist der Landwirt als Restgeldempfänger in Stein gemeißelt. Diese Art zu rechnen verdeutlicht mit welchem ... mehr anzeigen

von Norbert Post

Systemfehler

Ich habe längere Zeit recherchiert um meinen Verdacht zu untermauern. Es gibt ja den schönen Kieler Börsenwert für Milch, der sich aus Butter und Milchpulver berechnet. Merkwürdig war, dass bei gleichen Butterpreisen und Preisen für Milchpulver gegenüber dem Jahr 2013, die ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Der Handel streut sich, uns die Kosten für unsere Produkte zu erstatten,, und das bei .....

einem leer gefegten Markt! Stattdessen werden ständig neue Forderungen an uns gestellt, die dann bald nicht mehr, oder überhaupt nicht entlohnt werden! Dem Verbraucher wird suggeriert, dass dieser sich mit Mandel, Hafer und Soja- Milch eindecken kann, wo der Preis dann keine so große ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Nach Adam u. Riese müsste dann der Preis

Doch steigen??? Portokassen werden wohl zuerst aufgefüllt

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