Gropper: Bis 2020 auf Glyphosat verzichten

Bei der Privatmolkerei Gropper aus Bissingen (Bayern) gibt es einige Neuerungen: Mittelfristig sollen die Landwirte auf Glyphosat verzichten, die Molkerei hebt den Umrechnungsfaktor auf 1,03 an und plant offenbar eine Kooperation mit Dr. Oetker in Moers (NRW).

Bei der Privatmolkerei Gropper gibt es viele Neuerungen. (Bildquelle: Werkbild)

Bei der Privatmolkerei Gropper aus Bissingen (Bayern) gibt es einige Neuerungen: Mittelfristig sollen die Landwirte auf Glyphosat verzichten, die Molkerei hebt den Umrechnungsfaktor auf 1,03 an und plant offenbar eine Kooperation mit Dr. Oetker in Moers (NRW).
 
Die Privatmolkerei Gropper rät ihren Lieferanten, bis 2020 auf das derzeit stark diskutierte Totalherbizid Glyphosat zu verzichten, verbietet den Einsatz aber nicht. Das bestätigte Reinhold Stangl, Leiter des Milcheinkaufs, gegenüber top agrar. Wie Gentechnik sei auch Glyphosat ein Thema, dass den Markt zunehmend bestimme und den Verbraucher beschäftige. Die beiden Genossenschaftsmolkereien Berchtesgadener Land und Goldsteig Käsereien hatten den Glyphosateinsatz zuletzt relativ kurzfristig verboten.
 
Ab Januar 2018 hat die Molkerei Gropper den Umrechnungsfaktor von Volumen in Gewicht für die angelieferte Rohmilch von 1,02 auf 1,03 erhöht. Damit folgt sie der Molkerei Zott, die den Umrechnungsfaktor ebenfalls ab Januar auf 1,03 geändert hat.
 
Zudem berichten Milchlieferanten von Dr. Oetker in Moers gegenüber top agrar, dass die Privatmolkerei Gropper mit dem Standort kooperieren wolle bzw. diesen übernehmen wolle. Reinhold Stangl dementierte dies gegenüber top agrar nicht, wollte es aber auch nicht weiter kommentieren.

Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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