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Haltungsform-Kennzeichnung: Verbindliche Zusagen fehlen noch

Mit Hochdruck arbeiten Lebensmitteleinzelhandel, QM-Milch und die Molkereien an der neuen Haltungsform-Kennzeichnung bei Handelsmarken. Was kommt auf die Milchbauern zu?

Der LEH bekommt, was er will. Zwar diesmal nicht wie geplant zum 1. Januar 2022, aber vermutlich kann er seinen Kunden schon ab April die Milchprodukte seiner Handelsmarken aus den Haltungsformen 2, 3 und 4 anbieten. Im ersten Schritt bei Trinkmilch, weitere Molkereiprodukte wie Schnittkäse oder Joghurt werden wohl sukzessive folgen. Diese Haltungsform-Kennzeichnung, auf die sich die LEH-Unternehmen in der Initiative Tierwohl (ITW) geeinigt haben, besteht aus den folgenden vier Stufen:

• Haltungsform 1 steht für Milch aus Laufstall-, ganzjähriger Anbinde- oder aus Kombinationshaltung (Übersicht).

• Haltungsform 2 entspricht Milch aus Laufstall- oder Kombihaltungsbetrieben mit Bewegung für die Tiere an mindestens 120 Tagen im Jahr, für täglich zwei Stunden.

• Haltungsform 3 lobt Milch von Kühen aus Offenfrontställen oder aus Laufstallhaltung mit ganzjährig nutzbarem Laufhof oder mit Weidegang an mindestens 120 Tagen im Jahr aus.

• Haltungsform 4 entspricht den Anforderungen der Biomilchviehhaltung. Die Kühe stehen im Laufstall, haben ganzjährig Auslauf in einem Laufhof und zusätzlich Weidegang während der gesamten Vegetationsperiode.

Wer zertifiziert?

Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Haltungsformkennzeichnung bei Milch auf Hochtouren. Parallel dazu wird ITW Rind vorangetrieben. Molkereien, die Trinkmilch für Handelsmarken abfüllen, haben bereits im laufenden Jahr bei ihren Mitgliedern abgefragt, wie schnell sie Milch für die verschiedenen Stufen liefern könnten. Erste Milchkaufverträge beinhalten entsprechende Zuschläge. Für das Gros der Milch, nämlich Haltungsformstufe 2, können sich Landwirte und Molkereien wohl schon in Kürze nach den Kriterien des neuen Tierwohlmoduls „QM+“...

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