Preissenkung

Handel senkt Butterpreis um 56 Cent/kg

Ungeachtet der Zusagen von Handelsvertretern in Gesprächen mit Erzeugern, hat der LEH die Einkaufspreise für Eigenmarken um 56 Cent/kg gesenkt. Das berichtet der Verband der Milcherzeuger Bayern.

Milchbauern haben in den Tagen vor und nach Weihnachten vergebens vor Auslieferungslagern und Läden des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) protestiert: Der Handel hat die Butter-Einkaufspreise für seine Eigenmarken für die neue Kontraktperiode um 56 Cent/kg gesenkt. Die Kemptener Börse veröffentlichte Preise für abgepackte Butter im sogenannten Preiseinstiegssegment der Eigenmarken von 3,24 €/kg. Für die vergangenen beiden Monate lag das Preisniveau noch bei 3,80 €/kg netto. Der neue Kontrakt läuft bis Ende Februar.

Zuletzt hätten Milcherzeuger noch hoffen können, dass es beim Butterkontrakt zumindest nur zur einer moderaten und marktgerechten Preisanpassung kommen würde, so der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB). Doch stattdessen gab es „viele Lippenbekenntnisse, aber keine Fortschritte einer fairen Zusammenarbeit“. Denn auch die Situation am Milchmarkt lasse keine Begründung für das drastische Vorgehen des Handels gelten. Der LEH habe vom Lockdown durch erhöhten privaten Verbrauch besonders profitiert. Und auch die Gesamtsicht des Milchmarktes sei als "relativ robust" zu bezeichnen.

Die übliche Konsum- und Absatzdelle um die Jahreswende gebe es in diesem Jahr nicht, da viele Zuhause essen. Auch die Preise am Spotmarkt seien für die Jahreszeit erstaunlich stabil. Lediglich der Markt für Blockbutter, an dessen Niveau sich der LEH jetzt orientiere, habe seit längerem zu wenig Impulse. Die steigenden Ölpreise stärkten die Kaufkraft potenzieller Importländer. Einzig die nicht einschätzbaren des Brexits und auch der im Vergleich zum Dollar starke Euro seien negative Parameter.


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